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Lehrstuhl für Konstruktions- und Antriebstechnik Bildinformationen anzeigen
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Lehrstuhl für Konstruktions- und Antriebstechnik

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Lehrstuhl für Konstruktions- und Antriebstechnik

| Susanne Theilmeier

KAt Exkursion 2015

Am 22.07.2015 begann für 19 Teilnehmer die Exkursion des Lehrstuhls für Konstruktion- und Antriebstechnik (KAt) zu den Firmen Karl E. Brinkmann GmbH (KEB), REINTJES GmbH und Lenze SE. Die Teilnehmer konnten ihr Wissen durch verschiedene Firmenvorträge, Besichtigungen und angeregte Diskussionen in den Bereichen Magnetkupplungen und -bremsen, Getriebebau sowie Elektronikfertigung erweitern.

Die Teilnehmer trafen sich am Mittwochmorgen, um mit dem Bus Richtung Barntrup zu dem Stammsitz der Firma KEB aufzubrechen. Nach einem herzlichen Empfang wurden die einzelnen Abteilungen und jeweiligen Produkte durch die Fachbereichsleiter vorgestellt, wobei der Fokus auf den Elektromagnetkupplungen und –bremsen lag, von denen KEB mehr als 450.000 Stück pro Jahr produziert und vertreibt. Im Anschluss begann die Führung durch die Produktionsstätte, bei der die Teilnehmer die Möglichkeit hatten, den gesamten Produktionsprozess von der Rohteilanlieferung bis zur Qualitätssicherung in Augenschein zu nehmen. In dem Werk in Barntrup werden überwiegend Standardkupplungen und –bremsen für einen Drehmomentbereich von 5 bis 375 Nm produziert. Abgerundet wird das Angebot durch kundenspezifische Sonderanfertigungen. KEB agiert heute weltweit und produziert ebenfalls Getriebe und Frequenzumrichter. Dadurch wird gewährleistet, dass ein komplettes Antriebspaket von der Netzversorgung bis hin zur Maschinenwelle aus einer Hand angeboten werden kann.

Nach einem Imbiss mit Fachgesprächen wurde die Fahrt am Nachmittag nach Hameln zur Firma Reintjes fortgesetzt. Das 1879 ursprünglich in Emmerich am Rhein gegründete Unternehmen fertigt hauptsächlich Schiffsgetriebe in einem Nennleistungsbereich von 250 bis 30.000 kW. Seit Firmengründung wurden bereits mehr als 90.000 dieser Getriebe erfolgreich produziert und vertrieben. Neben diesem Hauptgeschäftsfeld konnten durch die Produktion von Getrieben für Hybridantriebe im maritimen Bereich und Turbogetriebe für Dampfturbinen in den letzten Jahren weitere Marktanteile gewonnen werden.

Zu der Produktionsstätte in Hameln gehört ein 1976 eingerichtetes Wärmebehandlungszentrum, in dem die  stark beanspruchten Antriebselemente wie beispielsweise Wellen, Räder und Kupplungsgehäuse einem Härteprozess unterzogen werden. Der Firma Reintjes ist es somit möglich, alle an der Getriebeentwicklung und -fertigung beteiligten Unternehmensbereiche an einem Standort zu vereinen.

Nach einer Vorstellung der Firmenbereiche und der Firmenhistorie folgte eine Besichtigung des Wärmebehandlungszentrums. Ebenso bekam die Reisegruppe eine Führung durch die Fertigungshallen für die Produktion von Klein-, Mittel- und Großgetrieben. Im Rahmen dieser Führung konnten die Exkursionsteilnehmer Getriebe aller Leistungsklassen in den unterschiedlichen Stadien des Produktionsprozesses begutachten.

Am Abend ließen die Exkursionsteilnehmer dann den Tag bei gutem Essen, Trinken und Gesprächen über das Gesehene und Erlebte ausklingen. Am nächsten Morgen brach die Reisegruppe dann zur Firma Lenze in Extertal auf. Die Firma wurde 1947 von Hans Lenze gegründet, nachdem er die Handelsgesellschafft Stahlkontor GmbH Weser in Hameln übernommen hatte. Seit dieser Zeit beruht der geschäftliche Erfolg der Firma auf der konsequenten Umsetzung des Firmenmottos: Produktivität, Zuverlässigkeit und das Thema Einfachheit bestimmen das Denken und Handeln jedes einzelnen Lenze-Mitarbeiters.  

Aufgrund der Größe des Unternehmens und des umfangreichen Produktportfolios besitzt Lenze mittlerweile mehrere firmeneigene Messeexponate, welche das reibungslose Zusammenspiel der unterschiedlichen Produkte eindrucksvoll unter Beweis stellen. Unter anderem wurde der „Lenze Juggler“ (http://www.lenze.com/ueber-lenze/lenze-in-deutschland/presse/mediathek/) vorgeführt, welcher mit Hilfe moderner Lineartechnik und Steuerungselektronik in der Lage ist, mit drei Bällen zu jonglieren. Durch die Interaktion von Antriebstechnik, Regelungstechnik und Sensorik wird die Position der Bälle erfasst, der einzelne Ball gezielt aufgefangen und zu seinem Ausgangspunkt zurückgespielt.

Im Anschluss an die einleitende Besichtigung der Messeexponate begann eine Führung durch die Getriebefertigung. Während der Auslegung und Produktion der Getriebe legt die Firma viel Wert auf eine hohe Flexibilität und einen maximalen Wirkungsgrad der Getriebe und Motoren. Durch die große Erfahrung im Kerngeschäft und die Umsetzung und Einhaltung des Firmenmottos schafft Lenze ein für jeden Kunden optimales Antriebspaket.

Nach diesen interessanten Eindrücken machten sich die Teilnehmer auf zum Standort Groß Berkel. Nach einer kurzen Pause mit Kaffee und Kuchen wurde das Unternehmen durch die Personalabteilung vorgestellt, bevor eine Führung durch die Elektronikfertigung stattfand. Durch eine moderne Ausrüstung mit automatisierten Montagelinien und ein konsequent umgesetztes Qualitätsmanagement können an dem Standort Groß Berkel komplexe Elektronikbaugruppen wie z.B. Frequenzumrichter effizient hergestellt werden. Am Ende der eindrucksvollen Führung hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, mit den Produktionsverantwortlichen über das Produktportfolio und unterschiedliche Themen aus den Bereichen Getriebebau, Elektronikfertigung und Qualitätssicherung intensiv zu diskutieren.

Abschließend bedanken sich alle Teilnehmer herzlich bei den Firmen Karl E. Brinkmann GmbH, REINTJES GmbH sowie Lenze SE genauso wie bei Herrn Professor Zimmer und Herrn Strop für eine einwandfreie Organisation sowie eine gelungene Exkursion.

 

 

Quellen:          https://www.keb.de/de/unternehmen/geschichte.html

                        http://www.reintjes-gears.de/index.php/unternehmen/historie

                        http://www.lenze.com/ueber-lenze/unternehmensgruppe/historie/

Die Universität der Informationsgesellschaft