Nachrichten - Fakultät MB (Uni Paderborn) http://mb.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen der Fakultät EIM (Universität Paderborn) de_DE Uni Paderborn Mon, 06 Apr 2020 14:21:53 +0200 Mon, 06 Apr 2020 14:21:53 +0200 Uni Paderborn news-10269 Fri, 03 Apr 2020 12:33:41 +0200 UPBracing Team entwickelt Beatmungsgerät für Corona-Patienten https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/upbracing-team-entwickelt-beatmungsgeraet-fuer-corona-patienten/ Entwickeln, Konstruieren und Fertigen: Dinge, die für das UPBracing Team der Universität Paderborn zum Alltag gehören – doch gewöhnlich, um einen Rennwagen zu entwickeln und nicht ein Beatmungsgerät. Entwickeln, Konstruieren und Fertigen: Dinge, die für das UPBracing Team der Universität Paderborn zum Alltag gehören – doch gewöhnlich, um einen Rennwagen zu entwickeln und nicht ein Beatmungsgerät.

Der UPBracing Team e.V. wurde 2006 gegründet und entstand aus der Motivation, die Theorie aus dem Studium anwenden zu können und in die Praxis umzusetzen. Angefangen mit knapp 15 Mitgliedern hat sich das Team seit dieser Zeit stark weiterentwickelt und funktioniert heute mit circa 80 Mitgliedern wie ein Unternehmen. Studierende aus verschiedenen Studiengängen entwickeln und bauen jährlich einen neuen Rennwagen, um weltweit an „Formula Student-Events“ teilzunehmen.

Das war eigentlich auch dieses Jahr der Plan, startete das Team doch mit einer erfolgreichen Qualifikation für die Events in Österreich, Ungarn und dem Hockenheimring in Deutschland. 2020 sollten erstmals in der Teamgeschichte ein Elektroauto und ein autonomes Fahrzeug gebaut werden und an Events teilnehmen.

Wegen der Corona-Pandemie liegt die Fertigung der Fahrzeuge nun auf Eis und die Events wurden für diese Saison abgesagt. Dennoch haben die Studierenden einen Weg gefunden, in der aktuellen Krise zu helfen und ihre Zeit und Entwicklungskapazitäten sinnvoll zu nutzen. Gemeinsam mit dem Verein Deutscher Ingenieure (VDI) OWL entwickelt das UPBracing Team nun ein Beatmungsgerät für Corona-Patienten, um einem weltweiten Mangel dieser Geräte entgegenzuwirken.  

„Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir durch die Corona-Krise nicht an Events teilnehmen und zurzeit unsere Fahrzeuge nicht weiter fertigen können. Aber ab einem bestimmten Punkt haben wir das Potential gesehen, in dieser Zeit mehr zu tun als zuhause zu sitzen und die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Wir haben die Leute und können die Entwicklungskapazitäten in ein anderes Projekt investieren, das Menschen helfen kann“, so Maureen Fritzsche, zweite Vorsitzende des UPBracing Teams.

Angetrieben von dieser Motivation stellte der Verein ein Projektteam aus Ingenieuren, E-Technikern, Informatikern sowie Wirtschafts- und Medienwissenschaftlern auf. Gemeinsam wird nun von zuhause über digitale Wege das nötige Wissen erarbeitet und an einer Lösung gearbeitet. „Uns ist bewusst, dass Beatmungsgeräte medizinische Geräte sind, die mit speziellen Normen und Werten ein hohes Maß an Professionalität erfordern“ erklärt Florian Wiethof, erster Vorsitzender des UBPracing Teams. „Gerade deswegen versuchen wir mit Menschen aus dem medizinischen Bereich zusammenzuarbeiten, um das notwendige Know-How ins Projekt zu holen.“ Ein ehemaliger Chefanästhesist aus der Region steht dem Team bereits beratend zur Seite.

Studierende, die bisher nicht Mitglied im UPBracing Team sind, und Studienanfänger können ebenfalls am Projekt mitwirken. Auch einige Professoren haben schon ihre Unterstützung zugesagt. „Es ist toll zu sehen, wie motiviert das Team in dieser Sache ist und wie viel Unterstützung wir auch von unserem Umfeld, gerade von Sponsoren und der Universität, bekommen. Ich denke, so können wir wirklich etwas erreichen!“, so Wiethof.

Wer das UPBracing Team unterstützen möchte, findet hier alle Kontaktdaten: https://formulastudent.uni-paderborn.de/contact/

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news-10241 Fri, 03 Apr 2020 10:09:00 +0200 Coronavirus: Aktuelle Informationen https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/coronavirus-aktuelle-informationen/ Coronavirus: Aktuelle Informationen Vorsichtsmaßnahmen und Hinweise der Hochschulleitung Coronavirus: Aktuelle Informationen

Hinweise der Hochschulleitung

Das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 und die dadurch ausgelöste Infektionserkrankung COVID-19 („Corona virus induced disease“) breiten sich nach aktuellem Stand weiter aus.

Die Universität Paderborn hat deshalb bestimmte Vorsichtsmaßnahmen ergriffen und Regelungen festgelegt, die zusammen mit weiteren Informationen laufend auf der dafür eingerichteten Webseite aktualisiert werden. Durch die Einhaltung dieser Maßnahmen tragen Sie dazu bei, der weiteren Ausbreitung des Virus vorzubeugen.

Für Universitätsangehörige wurden die Mailadressen coronavirus-beschaeftigte(at)uni-paderborn(dot)de und coronavirus-studierende(at)uni-paderborn(dot)de eingerichtet, an die sie sich mit ihren Fragen wenden können.

Weitere Informationen und Hinweise finden Sie hier.

 

English

Coronavirus: Current information from the executive board

The novel coronavirus SARS-CoV-2 and the resulting infectious disease COVID-19 ("Corona virus induced disease") are currently spreading.

Paderborn University has therefore taken certain precautionary measures and established regulations, which, together with further information, are continuously updated on the website set up for this purpose. By adhering to these measures you can help to prevent the further spread of the virus.

For members of the University, the mail addresses coronavirus-beschaeftigte(at)uni-paderborn(dot)de (for employees) and coronavirus-studierende(at)uni-paderborn(dot)de (for students) have been set up to address these questions.

For further information click here.

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news-10267 Fri, 03 Apr 2020 10:08:03 +0200 Paderborner Start-up revolutioniert die Produktionssteuerung https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/paderborner-start-up-revolutioniert-die-produktionssteuerung/ Mit ihrer Start-up-Idee wollen die Paderborner Wissenschaftler*innen Xiaojun Yang, Alexander Pöhler und ihre Mentorin Prof. Dr.-Ing Iris Gräßler die Produktionssteuerung revolutionieren. Dem Team der Fachgruppe „Produktentstehung“ des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn ist es gelungen, für ihr Projekt „assemblean“ eine Förderung durch das EXIST-Forschungstransferprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) zu gewinnen. Ziel des Förderprogramms ist es, Entwicklungsarbeiten zum Nachweis der technischen Realisierbarkeit durchzuführen, Prototypen zu entwickeln, den Businessplan auszuarbeiten und schließlich das Unternehmen zu gründen. Der Förderumfang beträgt 560.000 Euro für die ersten anderthalb Jahre. Es ist das erste Mal, dass ein Team der Universität Paderborn diese Förderung erhält. Existenzgründungsidee wird gefördert

Mit ihrer Start-up-Idee wollen die Paderborner Wissenschaftler*innen Xiaojun Yang, Alexander Pöhler und ihre Mentorin Prof. Dr.-Ing Iris Gräßler die Produktionssteuerung revolutionieren. Dem Team der Fachgruppe „Produktentstehung“ des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn ist es gelungen, für ihr Projekt „assemblean“ eine Förderung durch das EXIST-Forschungstransferprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) zu gewinnen. Ziel des Förderprogramms ist es, Entwicklungsarbeiten zum Nachweis der technischen Realisierbarkeit durchzuführen, Prototypen zu entwickeln, den Businessplan auszuarbeiten und schließlich das Unternehmen zu gründen. Der Förderumfang beträgt 560.000 Euro für die ersten anderthalb Jahre. Es ist das erste Mal, dass ein Team der Universität Paderborn diese Förderung erhält.

Basierend auf den Forschungsergebnissen aus dem Forschungskolleg „Gestaltung flexibler Arbeitswelten“ werden Montageassistenzsysteme um eine Softwarelösung zur dezentralen Produktionssteuerung erweitert. „Die Software zur dezentralen Produktionssteuerung automatisiert Verteilung und Einlastung der Aufträge und Montageschritte auf den Stationen. Hierdurch wird eine Steigerung der Liefertreue um bis zu 20 Prozent und der Effizienz um bis zu 30 Prozent erwartet“, beschreibt Gräßler den Kern des Start-ups. Das Konzept wurde bereits im Smart Automation Labor des Lehrstuhls für Produktentstehung validiert.

Weitere Informationen zum Förderprogramm: www.exist.de/DE/Home/inhalt.html

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news-10265 Tue, 31 Mar 2020 12:58:07 +0200 Digitale Master-O-Phase in der Fakultät für Maschinenbau https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/digitale-master-o-phase-in-der-fakultaet-fuer-maschinenbau/ Aufgrund der gegenwärtigen Lage haben wir eine digitale Master-O-Phase geschaffen, die Sie mit allen relevanten studiengangspezifischen Informationen zum Studieneinstieg ausstattet. Aufgrund der gegenwärtigen Lage haben wir eine digitale Master-O-Phase geschaffen, die Sie mit allen relevanten studiengangspezifischen Informationen zum Studieneinstieg ausstattet. Weitere Informationen.

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news-10253 Wed, 18 Mar 2020 11:52:00 +0100 -- Veranstaltung abgesagt -- „Produktionssysteme und Szenariotechnik“: Antrittsvorlesung von Dr.-Ing. habil. Volker Grienitz am 26. März https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/veranstaltung-abgesagt-produktionssysteme-und-szenariotechnik-antrittsvorlesung-von-dr-ing/ Am Donnerstag, 26. März, 17 Uhr, hält Dr.-Ing. habil. Volker Grienitz im Rahmen des „Forum Maschinenbau Universität Paderborn“ seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Produktionssysteme und Szenariotechnik“. Zu diesem öffentlichen Vortrag und dem anschließenden Empfang im Auditorium maximum der Universität lädt die Fakultät für Maschinenbau herzlich ein. Es Am Donnerstag, 26. März, 17 Uhr, hält Dr.-Ing. habil. Volker Grienitz im Rahmen des „Forum Maschinenbau Universität Paderborn“ seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Produktionssysteme und Szenariotechnik“. Zu diesem öffentlichen Vortrag und dem anschließenden Empfang im Auditorium maximum der Universität lädt die Fakultät für Maschinenbau herzlich ein. Es wird um eine Anmeldung bis Dienstag, 17. März, gebeten: www.mb.upb.de/ForumMB.

In seinem Vortrag veranschaulicht Grienitz den Einsatz von Szenariotechnik im aktuellen Kontext. Komplexe Produktionssysteme werden durch unterschiedliche Rahmenbedingungen geprägt. Sowohl technische als auch gesellschaftliche bzw. marktgetriebene Anforderungen spielen dabei eine Rolle. Der ganzheitliche Entwurf von Produktionssystemen mit der Szenariotechnik zieht sämtliche Restriktionen ins Kalkül. Basis für differenzierte Produktionssystemszenarien ist eine intelligente Matrix. Durch unterschiedliche Bewertungskriterien können die Szenarien anschließend geprüft und beurteilt werden.

Weitere Informationen:

PD. Dr.-Ing. habil. Volker Grienitz studierte Wirtschaftsingenieurwesen Automatisierung und promovierte zum Thema „Technologieszenarien“ an der Universität Paderborn. Nach achtjähriger Tätigkeit als Unternehmensberater erhielt er den Ruf zum Juniorprofessor für „Industrial Engineering“ an der Universität Siegen. Volker Grienitz ist Mitgründer des Automotive Center Südwestfalen – acs. Seit 2014 arbeitet er bei der BENTELER Automobiltechnik und leitet das Innovationsmanagement mit den Schwerpunkten Foresight Management, Feasibility Studies sowie die Start-up-Zusammenarbeit. 2017 habilitierte er zum Thema „Systems Engineering“ an der Universität Siegen und erhielt 2019 seine Lehrbefugnis an der Universität Paderborn. Darüber hinaus ist er Beiratsmitglied der Forschungsvereinigung Automobiltechnik FAT des VDA sowie Mitglied des Beirats des Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen (ILH).

Programm:

17 Uhr: Begrüßung durch den Dekan der Fakultät für Maschinenbau, Prof. Dr.-Ing. Mirko Schaper

17.05 Uhr: Antrittsvorlesung von Dr.-Ing. habil. Volker Grienitz

18.15 Uhr: Stehempfang

Eine Einladungskarte im PDF-Format steht zur Verfügung.

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news-10245 Wed, 18 Mar 2020 08:58:40 +0100 Intelligente Umformprozesse https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/intelligente-umformprozesse/ Neues Verfahren für hochoptimierte, fälschungssichere StahlbauteileDie Universität Paderborn, die Technische Universität Dortmund und das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM arbeiten seit Februar in einem neuen Forschungsprojekt daran, durch Umformprozesse nicht nur die äußere Form von Stahl zu verändern, sondern auch gezielt die Eigenschaften anzupassen. Dieses Verfahren ermöglicht künftig eine effizientere, ressourcenschonende Herstellung optimierter, fälschungssicherer Stahlbauteile. Das Projekt „Eigenschaftsbasierte Regelung von Verfestigungs- und Phasenumwandlungsprozessen beim Drücken und Drückwalzen metastabiler Austenite“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit circa 450.000 Euro für zunächst zwei Jahre gefördert und gehört zum Schwerpunktprogramm „Eigenschaftsgeregelte Umformprozesse“ der DFG. Sie fördert hier insgesamt 11 Forschungsverbünde, mit dem Ziel, die wissenschaftlichen Grundlagen der prozessintegrierten Eigenschaftsregelung von Umformprozessen zu erforschen und neue Ansätze der Eigenschaftsregelung zu erproben und zu validieren. Neues Verfahren für hochoptimierte, fälschungssichere Stahlbauteile

Die Universität Paderborn, die Technische Universität Dortmund und das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM arbeiten seit Februar in einem neuen Forschungsprojekt daran, durch Umformprozesse nicht nur die äußere Form von Stahl zu verändern, sondern auch gezielt die Eigenschaften anzupassen. Dieses Verfahren ermöglicht künftig eine effizientere, ressourcenschonende Herstellung optimierter, fälschungssicherer Stahlbauteile. Das Projekt „Eigenschaftsbasierte Regelung von Verfestigungs- und Phasenumwandlungsprozessen beim Drücken und Drückwalzen metastabiler Austenite“ wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit circa 450.000 Euro für zunächst zwei Jahre gefördert und gehört zum Schwerpunktprogramm „Eigenschaftsgeregelte Umformprozesse“ der DFG. Sie fördert hier insgesamt 11 Forschungsverbünde, mit dem Ziel, die wissenschaftlichen Grundlagen der prozessintegrierten Eigenschaftsregelung von Umformprozessen zu erforschen und neue Ansätze der Eigenschaftsregelung zu erproben und zu validieren.

Ob Haushalt, Infrastruktur oder Industrie: Stahl ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Moderne Stahlwerkstoffe ermöglichen erst in Verbindung mit fortschrittlichen Fertigungstechnologien die Herstellung von vielen Hochleistungsprodukten. Ein typisches Beispiel ist der Einsatz des Drückwalzens für die Herstellung von Bauteilen aus Edelstählen für Zentrifugen- oder Strahltriebwerke. Kommt hier ein spezieller Stahl, ein sogenannter metastabiler austenitischer Stahl, zum Einsatz, lässt sich nicht nur gezielt die äußere Form, sondern auch die Eigenschaft des Metalls durch Phasenumwandlung beeinflussen.

Die Wissenschaftler der Universität Paderborn, der Technischen Universität Dortmund und des Fraunhofer IEM arbeiten an einem intelligenten Drückwalzprozess, mit dem Hersteller gezielt die Eigenschaften ihrer künftigen Bauteile sehr fein ortsaufgelöst einstellen und dadurch wertvolle Zusatzfunktionen integrieren können. Dies kann z. B. für die Überwachung von Bauteilzuständen und Prozessen oder einer eindeutigen und manipulationssicheren Kennzeichnung von Bauteilen genutzt werden.

Vorteile für den Herstellungsprozess

• Ressourcenschonend: Umformprozesse fertigen Teile ohne den Abtrag wertvollen Materials, wie dies z. B. beim Fräsen geschieht. Weiterhin ermöglicht es der intelligente oder geregelte Drückwalzprozess, sehr definiert und reproduzierbar auf physikalische beziehungsweise mechanische Eigenschaften wie z. B. die Festigkeit oder Härte des Stahls Einfluss zu nehmen. Neben einer deutlichen Verbesserung der Funktionalität können Hersteller Material einsparen bzw. gezielter einsetzen.

• Kostengünstig: Eine vergleichbare Funktionalität ist bisher – wenn überhaupt – durch aufwendige und teure Nacharbeit beziehungsweise den Einsatz zusätzlicher Bauteile möglich. Die Fertigung innerhalb eines Regelkreises ermöglicht es auch, die Bauteilqualität zu verbessern und Ausschuss zu reduzieren.

Vorteile für das fertige Stahlbauteil 

• Intelligente, fälschungssichere Stahlbauteile: Das intelligente Drückwalzen erschließt spezielle physikalische Eigenschaften der metastabilen austenitischen Stähle für eine Vielzahl von Anwendungen. So kann beispielsweise ein magnetischer Barcode in das Stahlbauteil integriert werden. Dieser äußerlich unsichtbare, eindeutig identifizierbare Code ermöglicht es, fälschungssichere Produkte herzustellen.

Die Forschungspartner

Für das Vorhaben bündeln die Partner verschiedene Kompetenzen. Der Lehrstuhl für Umformende und Spanende Fertigungstechnik (LUF) der Universität Paderborn besitzt umfangreiche Erfahrungen im Hinblick auf die erfolgreiche Auslegung von Drückverfahren. Diese nutzt er für die Erarbeitung der verfahrensspezifischen Grundlagen, die rechnerische Beschreibung und die umformtechnische Bewertung des intelligenten Drückwalzens.

Das Fachgebiet Werkstoffprüftechnik (WPT) der Technischen Universität Dortmund bringt Expertise im Bereich der Charakterisierung der Mikrostrukturen und verformungsinduzierten Phasenumwandlungen sowie der Eigenschaften von Werkstoffen und Bauteilen unter betriebsrelevanten Beanspruchungen im Sinne von Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit auf der Basis eines Prozess-Struktur-Eigenschaft-Schädigung-Verständnisses ein.

Der Forschungsbereich „Scientific Automation“ des Fraunhofer IEM aus Paderborn liefert Knowhow aus der Regelungstechnik und Industrieautomatisierung. Seine Aufgabe ist es auch, als Bindeglied zwischen Prozess- und Mess-/Werkstofftechnik zu arbeiten und den späteren intelligenten Drückwalzprozess zu modellieren, Sensorik und Aktorik einzubinden und auf einer Industriesteuerung zu realisieren.

Zum LUF der Universität Paderborn

Der Lehrstuhl für Umformende und Spanende Fertigungstechnik (LUF) arbeitet intensiv an einer Weiterentwicklung der Produktionstechnik und hier insbesondere der Umformtechnik. Dabei konzentrieren sich die Forschungstätigkeiten auf die Untersuchung und Auslegung von Prozessen, Werkzeugen und Maschinen zur flexiblen und effizienten Fertigung von Bauteilen aus Blechen und Profilen.

Zum WPT der Technischen Universität Dortmund

Das Fachgebiet Werkstoffprüftechnik (WPT) liefert mit modernen Mess- und Prüfverfahren sowie optimierten Analyse- und Auswertetechniken die Datenbasis für die Konstruktion und Fertigung sowie für die virtuelle Entwicklung betriebssicherer Hochleistungsprodukte für unterschiedlichste wirtschaftliche Branchen. Neben der beanspruchungsgerechten Qualifizierung der Werkstoffe und Optimierung industrieller Fertigungsprozesse gewinnen Maßnahmen des Structural Health Monitorings zur kontinuierlichen Überwachung der strukturellen Integrität hochbeanspruchter Bauteilsysteme genauso an Bedeutung wie Berechnungsansätze zur möglichst präzisen Bestimmung der Leistungsfähigkeit und (Rest-) Lebensdauer.

Zum Fraunhofer IEM

Das Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM bietet am Standort Paderborn Expertise für intelligente Mechatronik im Kontext Industrie 4.0. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Maschinenbau, Softwaretechnik und Elektrotechnik arbeiten fachübergreifend zusammen und erforschen innovative Methoden und Werkzeuge für die Entwicklung von intelligenten Produkten, Produktionssystemen und Dienstleistungen.

Weitere Informationen zum DFG-Schwerpunktprogramm „Eigenschaftsgeregelte Umformprozesse“: www.spp2183.de

Weitere Informationen zum LUF der Universität Paderborn: https://mb.uni-paderborn.de/luf

Weitere Informationen zum WPT der Technischen Universität Dortmund: www.wpt-info.de

Weitere Informationen zum Fraunhofer IEM: www.iem.fraunhofer.de

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news-10209 Fri, 21 Feb 2020 10:06:11 +0100 Abschlussfeierlichkeiten der Fakultät für Maschinenbau: Faculty Best Paper Award erstmals vergeben https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/abschlussfeierlichkeiten-der-fakultaet-fuer-maschinenbau-faculty-best-paper-award-erstmals-vergeben/ Bei ihren Abschlussfeierlichkeiten am Samstag, 15. Februar, hat die Fakultät für Maschinenbau erstmals den „Faculty Best Paper Award” für heraus­ragende Veröffentlichungen von Nachwuchswissenschaftler*innen vergeben. Der Preis ist mit 500 Euro für den Preisträger bzw. die Preisträgerin sowie mit 1.500 Euro als Zuschuss für eine Open-Access-Publikation des jeweiligen Arbeitskreises dotiert. Diesjähriger Gewinner ist M. Sc. Julian Vorderbrüggen, der den Preis nun von Prof. Dr.-Ing. habil. Mirko Schaper, Dekan der Fakultät, verliehen bekommen hat. Bei ihren Abschlussfeierlichkeiten am Samstag, 15. Februar, hat die Fakultät für Maschinenbau erstmals den „Faculty Best Paper Award” für heraus­ragende Veröffentlichungen von Nachwuchswissenschaftler*innen vergeben. Der Preis ist mit 500 Euro für den Preisträger bzw. die Preisträgerin sowie mit 1.500 Euro als Zuschuss für eine Open-Access-Publikation des jeweiligen Arbeitskreises dotiert. Diesjähriger Gewinner ist M. Sc. Julian Vorderbrüggen, der den Preis nun von Prof. Dr.-Ing. habil. Mirko Schaper, Dekan der Fakultät, verliehen bekommen hat.

Bei der Absolventenfeier am Nachmittag im Audimax wartete auf die zahlreich erschienenen Absolvent*innen und Gäste ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Jazzband, Festreden und sehr kurzweiliger Moderation sowie Übergabe der Urkunden.

Als diesjährige Festrednerin sprach die Landtagsabgeordnete Sigrid Beer die Absolvent*innen persönlich auf ihre Verantwortung gegenüber der Gesellschaft an. So hätten sie als Elite auch gesellschaftliche Verantwortung, dürften dabei zwar eigenwillig, aber niemals egozentrisch sein, um zukunftsorientierte Entscheidungen treffen zu können.

Abends trafen sich die geladenen Gäste zum Ball der Fakultät auf Gut Lippesee, wo nach einem Empfang und einem festlichen Essen die neuen Promovend*innen geehrt wurden.

Prof. Dr. rer. nat. Thomas Tröster überprüfte dabei alle Kandidaten noch einmal auf unterhaltsame Art und Weise. So wurde Dr.-Ing. Ulrich Jahnke beispielsweise gefragt, ob er zu der These „Additiv geht immer schief“ drei Beispiele nennen könne, da diese im Prozess seiner Promotion vermutlich sehr plausibel erschienen sei. Auch die weiteren Kandidaten mussten sich den bohrenden Fragen des Professors stellen und sorgten mit ihren teils „kreativen“ Antworten für viele Lacher.

Der Preis für die beste Dissertation ging an Dr.-Ing. Stefan Josupeit. Überreicht wurde der mit 1.000 Euro dotierte Preis durch Dr. Herbert Schütte von der Firma dSPACE. Dr. Schütte lobte die fundierte Maschinenbau-Ausbildung in Paderborn, die er selbst durchlaufen hat, und die Promotion als hervorragenden Ausgangspunkt für die weitere berufliche Karriere im industriellen oder akademischen Bereich.

Nach dem offiziellen Teil des Abends startete die Party. Auch in diesem Jahr konnte die Fakultät auf die Band Goodbeats zählen, die das Publikum buchstäblich ab dem ersten Beat in ausgelassene Tanzlaune und Partyfeeling versetzte.

Ein stimmungsvoller Nachmittag, ein ausgelassener Abend, eine Feier mit ein wenig Wehmut, aber auch ganz viel Gefühl: Die Absolvent*innen erlebten einen Tag, der einen wichtigen und lehrreichen Lebensabschnitt abschloss und gleichfalls Mut, Vorfreude und Lust machte „auf das, was da noch kommt…“.

Maren Vahrenhorst, PR und Marketing (Fakultät für Maschinenbau)

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news-10207 Fri, 21 Feb 2020 09:18:52 +0100 Raus aus dem Hörsaal, rein in die Zukunft: Fakultät für Maschinenbau feiert Absolventenfeier https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/raus-aus-dem-hoersaal-rein-in-die-zukunft-fakultaet-fuer-maschinenbau-feiert-absolventenfeier/ „Ihr habt es geschafft!“ So begrüßen die Moderatoren die frisch gebackenen Absolvent*innen bei der Entlassungsfeier der Fakultät für Maschinenbau am Samstag, 15. Februar. Schon beim musikalischen Auftakt zuvor, als die Band ‚Jazzekazze‘ die Festgäste mit Trompete, Schlagzeug und Co. in Empfang nimmt, kullern bei so manchen stolzen Eltern die Tränen. „Ihr habt es geschafft!“ So begrüßen die Moderatoren die frisch gebackenen Absolvent*innen bei der Entlassungsfeier der Fakultät für Maschinenbau am Samstag, 15. Februar. Schon beim musikalischen Auftakt zuvor, als die Band ‚Jazzekazze‘ die Festgäste mit Trompete, Schlagzeug und Co. in Empfang nimmt, kullern bei so manchen stolzen Eltern die Tränen.

Und das zu Recht. Denn auch Dekan Prof. Dr.-Ing. habil. Mirko Schaper bemerkt bei seiner Ansprache an die Absolvent*innen: „Unsere Generation hat euch viel Arbeit hinterlassen. Jemand muss das CO2 aus der Atmosphäre herausholen und umweltfreundliche, zukunftstaugliche Technologien entwickeln. Das wird nur mit wissenschaftlichen Erkenntnissen des Maschinenbaus funktionieren. Wir brauchen euch dafür!“

Weiter Richtung Zukunft

Die Abgänger der Fakultät für Maschinenbau sind dafür tatsächlich bestens geeignet. Denn mit ihren zahlreichen Projekten ist die Fakultät auf dem aktuellsten Forschungsstand. Erst kürzlich hat sie einen Sonderforschungsbereich für die ‚Methodenentwicklung zur mechanischen Fügbarkeit in wandlungsfähigen Prozessketten‘ gewonnen, Sprecher ist Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut.

„Eigenwillig aber niemals egozentrisch“

Die gesellschaftliche Verantwortung, die die Absolvent*innen der Fakultät für Maschinenbau tragen, betont auch Sigrid Beer aus dem nordrheinwestfälischen Landtag bei ihrer Festrede unter dem Titel „Wie unwissenschaftlich darf Politik sein?“. Die zukünftige Verantwortungselite müsse eigenwillig aber niemals egozentrisch sein, um zukunftsorientierte Entscheidungen treffen zu können.

Politik sei dafür nicht immer ein gutes Beispiel, aber umso wichtiger sei es, gute Wissenschaftler*innen in der Gesellschaft zu haben: „Politik darf niemals gänzlich unwissenschaftlich sein. Es fällt mir kein einziges Beispiel ein, in dem Wissenschaft nicht zu fundierten politischen Lösungen beitragen kann“, so die Politikerin. Mit Nachdruck mahnt sie die Absolventen*innen in ihrer Rede: „Interessen sind nicht verboten, aber Transparenz ist unverzichtbar!“

Das „Feeling“ der Studentenzeit

Die Absolvent*innen scheinen auf diese verantwortungsvollen Aufgaben bestens vorbereitet zu sein. So zeichnet Studiendekan Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmid gleich zwei Master-Absolvent*innen, nämlich Phillipp Eickhoff und Jan Tobias Krüger, für ihre herausragenden Studienabschlüsse aus.

Doch neben den ernsten Themen kommt bei der Feier auch das Schmunzeln nicht zu kurz. Dafür sorgen besonders Annika Oesterwinter und Maximilian Scholle mit ihrer Absolventenrede. In dieser rufen sie ihren Kommiliton*innen viele lustige Anekdoten aus dem Studentenalltag in Erinnerung, wie zum Beispiel den täglichen Kampf um den richtigen Platz in der Mensa. Bei aller Satire merken die Absolvent*innen jedoch auch mit leichtem Wehmut an, dass genau diese Kleinigkeiten das „Feeling“ der Studentenzeit ausgemacht hätten.

Nach dem Rückblick auf die vergangenen Jahre ist es dann endlich so weit: Der Dekan überreicht den Absolvent*innen feierlich ihre Gratulationsurkunden. Anschließend begleiten die Klänge der Band ‚Jazzekazze‘ die Absolvent*innen aus dem Saal und – so wirkt es – irgendwie auch hinein in die Zukunft.

Gute Anschlussmöglichkeiten

Beim anschließenden Empfang im Foyer feiern die Absolvent*innen ihren Abschluss dann gebührend. Zwei von ihnen, Nick Chudalla und Dominik Wiechel, sind besonders froh, dass sie sich die Feier nicht entgehen lassen haben. „Wir haben mit vielen der Absolventen gemeinsam angefangen. Und heute hatten wir die Chance, es gemeinsam zu Ende zu bringen“, so Wiechel. Die offizielle Feier gebe die Möglichkeit, die Studienzeit würdig abzuschließen.

Auch wenn es für die beiden Masterabsolventen an der Universität Paderborn weiter geht: Denn sie arbeiten fortan als wissenschaftliche Mitarbeiter im Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik mit. Auch das sei eine Besonderheit der Fakultät für Maschinenbau: „Man lernt viele praxisrelevante Dinge und hat nach dem Master gute Anschlussmöglichkeiten an der Universität“, so Chudalla. Ein wenig mag das die Angst so mancher Absolvent*innen nehmen, die nun in die Zukunft starten: Denn an der Fakultät für Maschinenbau heißt es nicht zwingend „tschüss“, sondern gerne auch „auf Wiedersehen“.

Lea-Melissa Vehling, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-10205 Mon, 17 Feb 2020 09:59:00 +0100 Flexibles Fügen und wandlungsfähige Prozessketten https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/flexibles-fuegen-und-wandlungsfaehige-prozessketten/ Seit über 50 Jahren fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) langfristige Projekte in Form von Sonderforschungsbereichen (SFB). In diesen Programmen betreiben Wissenschaftler*innen fächer- und hochschulübergreifend Grundlagenforschung, die für die antragstellenden Hochschulen schwerpunkt- und strukturbildend ist. An der Universität Paderborn werden aktuell vier Sonderforschungsbereiche geleitet. Welche Ziele die Wissenschaftler*innen darin verfolgen, wird in dieser Themenreihe vorgestellt. Seit über 50 Jahren fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) langfristige Projekte in Form von Sonderforschungsbereichen (SFB). In diesen Programmen betreiben Wissenschaftler*innen fächer- und hochschulübergreifend Grundlagenforschung, die für die antragstellenden Hochschulen schwerpunkt- und strukturbildend ist. An der Universität Paderborn werden aktuell vier Sonderforschungsbereiche geleitet. Welche Ziele die Wissenschaftler*innen darin verfolgen, wird in dieser Themenreihe vorgestellt.

Der Schlüssel für effiziente Produktion

Schrauben, Nieten, Clinchen – Überall, wo Produkte gefertigt werden, ob im Fahrzeugbau, der Medizin- oder Haushaltsgerätetechnik, werden Konstruktionen aus einzelnen Bauteilen zu mehr oder weniger komplexen Strukturen mit zahlreichen Verbindungsstellen zusammengesetzt. Zunehmende Produktvielfalt, immer kürzere Modellzyklen und ökologische Rahmenbedingungen stellen die Fügbarkeit in modernen Produktionsprozessen allerdings vor große Herausforderungen. Hier setzen Wissenschaftler*innen des Sonderforschungsbereichs „Methodenentwicklung zur mechanischen Fügbarkeit in wandlungsfähigen Prozessketten“ der Universität Paderborn an: Ihr Ziel ist es, Produktionsbedingungen zu verbessern, indem sie wandlungsfähige Fügetechnologien entwickeln, die bisherige starre Verfahren aufbrechen und eine flexible Prozesskette ermöglichen sollen.

Wachsende Anforderungen an die Fügetechnik

Fügestellen prägen nachhaltig die Eigenschaften von Produkten. Während eine Waschmaschine schon mit wenigen Clinchpunkten zusammengehalten werden kann – allein durch Umformen und ohne Hilfsfügeteile wie Schrauben – muss eine Autokarosserie mit bis zu 3.500 Stanznietverbindungen gefügt werden. Durch den steigenden Wunsch nach leichten, aber stabilen Strukturen von Produkten wachsen die Anforderungen an die Fügetechnik. Wie wichtig deshalb wandlungsfähige Prozessketten und flexible Fügeverfahren heute sind, weiß Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut, Sprecher des Sonderforschungsbereichs und Leiter des Laboratoriums für Werkstoff- und Fügetechnik (LWF) an der Universität Paderborn. „Die Fügbarkeit von Bauteilen ist häufig der Schlüssel für effiziente Produktionsprozesse und wird für den Entwicklungs- und Produktionsstandort Deutschland bei der Serienfertigung variantenreicher Produkte zunehmend zum strategischen Wettbewerbsfaktor“, erklärt er.

„Bisher sind mechanische Fügeverfahren allerdings starr für das entsprechende Produkt konfiguriert. Das limitiert nicht nur die Konstruktionsfreiheit bei der Werkstoffauswahl, sondern auch die Gestaltungsmöglichkeiten von Fabrikaten“, erklärt Meschut. Wenn es zu Änderungen in der Produktion komme – beispielsweise zur Veränderung der Blechdicke einer Autokarosserie – müssten derzeit sämtliche Anpassungen der Verfahren durch Trial-and-Error-Methoden durchprobiert werden. „Das kann sehr hohe Kosten verursachen und ist mit Blick auf Ressourceneinsatz und Umweltbelastung unbedingt zu ändern“, betont der Wissenschaftler.

Wandlungs- und Prognosefähigkeit mechanischer Fügeverfahren

In dem SFB nehmen die Wissenschaftler*innen die gesamte Prozesskette – vom Werkstoff (Fügeeignung) über die Konstruktion (Fügesicherheit) bis hin zur Fertigung (Fügemöglichkeit) – unter die Lupe. Seit 2019 erforschen sie, wie in wandlungsfähigen Prozessketten zielgerichtete Änderungen in der Produktentstehung ermöglicht werden können. Dadurch sollen bei den einzelnen Prozessschritten, beispielsweise an dem Halbzeug, der Fügestelle, dem Bauteil oder dem Fügeverfahren passgenaue Überarbeitungen vorgenommen werden können. Ergebnis ist eine unikale, das heißt einzigartige Fügestelle mit einem eigenen mechanischen Eigenschaftsprofil hinsichtlich verschiedener Beanspruchungsarten.

Dabei spielt insbesondere die Prognosegüte eine große Rolle: „Die bisherige experimentell geprägte Herangehensweise bei Änderungen im Produktionsprozess ist vor dem Hintergrund der wachsenden Anzahl an Werkstoff-Geometrie-Kombinationen nicht effizient“, erklärt Dr.-Ing. Mathias Bobbert, Geschäftsführer des SFB/Transregio 285. Vielmehr sind hier abgesicherte Prognosen der Fügbarkeit Voraussetzung für robuste Fügeprozesse: „Die ganzheitliche Prognose entlang der gesamten Prozesskette ist entscheidend für die Eigenschaften des späteren Endprodukts“, sagt Meschut.

Die Wissenschaftler*innen arbeiten dafür u. a. mit Computersimulationen und experimentellen Prüfmethoden. Betrachtet werden die gesamten Eigenschaften der verschiedenen Verbindungen: von den einzelnen Fügeteilwerkstoffen (Fügeeignung), z. B. Aluminium, Stahl oder Kunststoff, über die darauf angepassten Fügeprozesse (Fügemöglichkeit) bis zur schlussendlichen Belastbarkeit (Fügesicherheit), z. B. schlagartig wie im Fahrzeugcrash oder schwingend wie im Fahrbetrieb.

Universelle Lösungen

Im Zentrum der Forschungsarbeit stehen die Wechselwirkungen zwischen den jeweils vorausgegangenen Fertigungsschritten und der Fügestellenbelastbarkeit. Darauf aufbauend sollen Grundlagen geschaffen werden, die auch mit neuartigen Verfahrensansätzen eine Wandlungsfähigkeit der mechanischen Fügeverfahren ermöglichen.

Langfristiges Ziel der Wissenschaftler*innen ist es, eine flexible, übertragbare und branchenübergreifend anwendbare Auslegungsmethodik zu schaffen, die Eigenschaften und Anforderungen bei neuen Fügeaufgaben genauestens prognostiziert. Durch die Erarbeitung fachübergreifender Methoden sollen nicht nur sicherere Prognosen der Fügbarkeit ermöglicht und Verbindungseigenschaften verbessert, sondern auch wirtschaftliche Vorteile erzielt werden.

Interdisziplinäres Forscherteam

Die Paderborner Wissenschaftler*innen arbeiten dafür gemeinsam mit Wissenschaftler*innen der Technischen Universität Dresden und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in einem interdisziplinären Forschungsverbund, aufgeteilt in 16 Teilprojekten, zusammen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Transregio-Initiative TRR 285 bis 2023 mit rund 10 Millionen Euro.

„Eine wesentliche Stärke des SFB ist die interdisziplinäre Forschung, die wir in den verschiedenen Fachbereichen an drei Standorten betreiben“, sagt Meschut.  „Rund 60 Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Werkstofftechnik, Konstruktion, Mechanik, Messtechnik und Leichtbau kooperieren hier, um das Thema der Fügbarkeit von allen Seiten zu durchdringen.“

Text: Jennifer Strube, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-10203 Mon, 17 Feb 2020 08:40:51 +0100 Hilfe für Menschen mit Behinderungen: Neue Großraum-3D-Drucker für Forschungsprojekt „proDruck“ https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/hilfe-fuer-menschen-mit-behinderungen-neue-grossraum-3d-drucker-fuer-forschungsprojekt-prodruck/ Wie können Menschen mit Behinderungen an ihrem Arbeitsplatz durch Alltagshilfen, die mittels 3D-Druck entstanden, unterstützt werden? Das erforschen Wissenschaftler*innen der Fakultät für Maschinenbau im seit Oktober 2018 laufenden dreijährigen Forschungsprojekt „proDruck“, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch und gefördert mit rund 1,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Jetzt erhielt das Projekt neue Großraum-3D-Drucker, mit denen sich künftig noch größere Bauteile realisieren lassen. Wie können Menschen mit Behinderungen an ihrem Arbeitsplatz durch Alltagshilfen, die mittels 3D-Druck entstanden, unterstützt werden? Das erforschen Wissenschaftler*innen der Fakultät für Maschinenbau im seit Oktober 2018 laufenden dreijährigen Forschungsprojekt „proDruck“, geleitet von Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch und gefördert mit rund 1,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).  Jetzt erhielt das Projekt neue Großraum-3D-Drucker, mit denen sich künftig noch größere Bauteile realisieren lassen.

„proDruck“ soll in einem ganzheitlichen Beschäftigungsmodell für geistig oder körperlich eingeschränkte Menschen münden. Im Projekt entwickeln Wissenschaftler*innen mittels der Technologie der additiven Fertigung, auch 3D-Druck genannt, individuelle Alltagshilfen, die Hilfe zur Selbsthilfe ermöglichen. Zunächst entsteht eine 3D-Druck-Werkstatt, die auf die spezifischen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen ausgerichtet ist. Ergänzend werden Schulungskonzepte entwickelt, die angepasst an das jeweilige Lernniveau Kenntnisse zu den eingerichteten Arbeitsplätzen und den 3D-Druckern vermitteln. Parallel wird eine 3D-Druck-Onlineplattform aufgebaut, die ein Forum für den Austausch von Anwendern untereinander oder mit Experten bietet. Außerdem entsteht ein Online-Schulungsangebot, das Wissen über Konstruktion, Parametrisierung und Herstellbarkeit von 3D-gedruckten Alltagshilfen vermittelt. Darüber hinaus soll es auf der Plattform die Möglichkeit geben, selbst designte Bauteile anderen Anwendern zur individuellen Weiterentwicklung und zum Kauf zur Verfügung zu stellen.

Drucker ermöglichen neue Forschungs- und Anwendungsfelder

Die bisher im Projekt verwendeten Drucker konnten nicht alle entstandenen Aufgaben und Ziele erfüllen. Für rund 100.000 Euro wurden jetzt zwei neue Drucker der Berliner Firma BigRep erworben. Mit „BigRep One“ und dem etwas kleineren „BigRep Studio“ lassen sich zwei Materialien zeitgleich verarbeiten. Damit eröffnen die Drucker den Wissenschaftler*innen neue Forschungs- und Anwendungsfelder im Bereich der Alltagshilfen. So könnten etwa angepasste Auffahrrampen, Trittstufen und Sitzschalen entstehen, die Menschen mit Behinderungen am Arbeitsplatz unterstützen.

Die konstruierten Montagehilfen könnten als Vorbild für die Industrie dienen, um Menschen mit Behinderungen den bislang fehlenden Zugang zu vielen Wirtschaftssektoren zu ermöglichen. Dadurch ließen sich gezielt Inklusion fördern und weitere Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schaffen.

Kooperationspartner sind u.a. die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel

Am Forschungsprojekt „proDruck“ sind neben der Universität Paderborn die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld, die Berliner trinckle 3D GmbH sowie die LEONEX Internet GmbH aus Paderborn beteiligt.

Neben dem Projektkonsortium, zu dem auch die Fachgruppe „Angewandte Mechanik“ (FAM) der Fakultät für Maschinenbau gehört, wird ein weitreichendes assoziiertes Netzwerk angestrebt, bestehend aus Verbänden wie dem Bundesverband evangelische Behindertenhilfe (BeB), der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e.V. (BAG), Sanitätshäusern mit Interesse am 3D-Druck und Firmen, die an dem Thema der Inklusion, vor allem im Bereich der Produktion, interessiert sind.

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news-10180 Mon, 27 Jan 2020 11:57:19 +0100 Preise für herausragende Leistungen beim Neujahrsempfang der Universität Paderborn verliehen https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/preise-fuer-herausragende-leistungen-beim-neujahrsempfang-der-universitaet-paderborn-verliehen/ Die Auszeichnung herausragender Leistungen bildet traditionell einen wichtigen Teil des Neujahrsempfangs der Universität Paderborn, der am Sonntag, 19. Januar, im Auditorium maximum stattgefunden hat. Gleich in mehreren Kategorien konnten sich erfolgreiche Jung-Akademiker*innen über Auszeichnungen freuen. Die Auszeichnung herausragender Leistungen bildet traditionell einen wichtigen Teil des Neujahrsempfangs der Universität Paderborn, der am Sonntag, 19. Januar, im Auditorium maximum stattgefunden hat. Gleich in mehreren Kategorien konnten sich erfolgreiche Jung-Akademiker*innen über Auszeichnungen freuen.

Preise des Präsidiums für ausgezeichnete Dissertationen erhielten Dr. Dominik Gutt, Dr.-Ing. Sebastian Rieks, Dr. Johanna Sackel, Dr. Johannes Späth und Dr. Carina Witte. Die Preise sind mit je 2.000 Euro dotiert.

Für ihre herausragenden Abschlussarbeiten erhielten Lasse Lennart Wolf in der Kategorie Ingenieur- und Naturwissenschaften und Boluwatife Marie Akinro in der Kategorie Geistes- und Gesellschaftswissenschaften einschließlich Wirtschaftswissenschaften Preise von der Universitätsgesellschaft und eine Förderung von je 1.300 Euro.

Der Preis für internationale Studierende ging an Ange Gaelle Simo Noumbissi.

Der Preis des DAAD an internationale Studierende der Universität Paderborn ging an Kai Zhao.

Weitere Informationen zu den Preisträgerinnen und Preisträgern in den Laudationes.

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news-10178 Mon, 27 Jan 2020 11:56:34 +0100 Ehrung für emeritierten Maschinenbauprofessor https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/ehrung-fuer-emeritierten-maschinenbauprofessor/ Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Manfred H. Pahl, Emeritus an der Fakultät für Maschinenbau, ist am Donnerstag, 16. Januar, die Ehrenbürgerschaft der Provinz Shandong verliehen worden. Die Ehrung wurde von Prof. Qingling Li, Prorektor der Qindgao University of Science and Technology, übergeben. Die Stadt Qingdao ist mit 10 Millionen Einwohnern ein wirtschaftliches und kulturelles Schwergewicht in der Provinz Shandong. Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. mult. Manfred H. Pahl, Emeritus an der Fakultät für Maschinenbau, ist am Donnerstag, 16. Januar, die Ehrenbürgerschaft der Provinz Shandong verliehen worden. Die Ehrung wurde von Prof. Qingling Li, Prorektor der Qindgao University of Science and Technology, übergeben. Die Stadt Qingdao ist mit 10 Millionen Einwohnern ein wirtschaftliches und kulturelles Schwergewicht in der Provinz Shandong.

Prof. Pahl hat vor 25 Jahren den Grundstein für eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit der Universität Paderborn mit der Qingdao University of Science and Technology gelegt und ist Mitbegründer der Chinesisch-Deutschen Technischen Fakultät der Qingdao University of Science and Technology, wo er außerdem Honorarprofessor ist.

Von 1980 bis 2005 war er Universitäts-Professor und langjähriges Mitglied des Senats der Universität Paderborn. Von 1985 bis 1989 war er Dekan und Prodekan seiner Fakultät. Zusätzlich war er von 1994 bis 2002 Leiter des Westfälischen Umwelt-Zentrums (WUZ). Das WUZ ist innerhalb der Region ein Kompetenzzentrum für Umweltfragen von Industrie, Handwerk und Gewerbe, Kommunen und weiteren öffentlichen Institutionen.

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news-10159 Fri, 10 Jan 2020 07:24:00 +0100 Feuerwehren testen intelligente Rettung im SmartHome https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/feuerwehren-testen-intelligente-rettung-im-smarthome/ Universität Paderborn erforscht Nutzung von moderner Technik bei der Rettung von Menschen in Wohnhäusern Können SmartHomes helfen, Leben zu retten? Die Feuerwehren Borchen und Paderborn haben das vergangenen Monat im Rahmen des Projektes IRiS („Intelligente Rettung im SmartHome“) der Universität Paderborn getestet. Partner aus der zivilen Gefahrenabwehr, der Forschung und der SmartHome-Branche untersuchen in dem Projekt gemeinsam, wie moderne Technik dabei unterstützen kann, Menschen zu retten und Wohnungsbrände zu bekämpfen. Universität Paderborn erforscht Nutzung von moderner Technik bei der Rettung von Menschen in Wohnhäusern

Können SmartHomes helfen, Leben zu retten? Die Feuerwehren Borchen und Paderborn haben das vergangenen Monat im Rahmen des Projektes IRiS („Intelligente Rettung im SmartHome“) der Universität Paderborn getestet. Partner aus der zivilen Gefahrenabwehr, der Forschung und der SmartHome-Branche untersuchen in dem Projekt gemeinsam, wie moderne Technik dabei unterstützen kann, Menschen zu retten und Wohnungsbrände zu bekämpfen.

Das Forschungsteam der Universität Paderborn – die Fachgruppe C.I.K. (Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung) – organisierte mit den Projektpartnern Symcon GmbH (Koordinator) und VOMATEC Innovations GmbH nun bereits die dritte Praxisübung. Ziel war es, die Funktionen des SmartHome, in die bestehenden Einsatzabläufe zu integrieren, zu testen und zu bewerten. In der Übungshalle des Instituts der Feuerwehr NRW in Münster wurde dazu eine Übungswohnung im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses mit SmartHome-Technik, wie Bewegungsmeldern, vernetzten Rauchmeldern, schaltbaren Fenstern und Kameras ausgestattet. Insbesondere die Feuer- und Rauchsimulationen in der Halle sorgten dafür, dass die Teilnehmer das Einsatzstichwort „Kritischer Wohnungsbrand“ in verschiedenen Variationen unter nahezu Realbedingungen mithilfe von IRiS abarbeiten konnten. Auf dem Tablet der Feuerwehr konnten die Gruppenführer unverzüglich Informationen zu Grundriss, Aufenthaltsort von Personen und Verrauchung erkennen. So wurde eine schnellere und zielgerichtete Menschenrettung aus dem brennenden Gebäude ermöglicht. In insgesamt zehn verschiedenen Übungsdurchläufen konnte die IRiS-Technik im Einsatz erprobt werden. „Dabei haben wir zahlreiche Erkenntnisse gewonnen, die uns noch mal neue Impulse für das letzte Projektjahr 2020 geben“, erklärt Torben Sauerland, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Projekts an der Universität.

Im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit 2012-2017“ der Bundesregierung wird IRiS vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre mit 800.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen über das Projekt IRiS: www.twitter.com/irisprojekt

Weitere Informationen über die BMBF-Sicherheitsforschung: www.sifo.de

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news-10157 Fri, 10 Jan 2020 07:23:00 +0100 Lehrpreis 2019: Kooperationsprojekt für Maschinenbau-Studierende aus Paderborn und China ausgezeichnet https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/lehrpreis-2019-kooperationsprojekt-fuer-maschinenbau-studierende-aus-paderborn-und-china-ausgezeichn/ Bereits seit 2001 gibt es innerhalb des Studiengangs Maschinenbau eine Kooperation zwischen der Universität Paderborn und der chinesischen Qingdao University of Science and Technology (QUST). In diesem Rahmen haben Master-Studierende aus Paderborn und China etwa die Möglichkeit, die jeweilige Fremdsprache unter besonderer Berücksichtigung fachspezifischer bzw. technischer Begrifflichkeiten zu lernen. Um den Austausch zu verstärken und sich individueller mit der Zielsprache auseinandersetzen zu können, haben die Nachwuchswissenschaftler*in Bowen Deng, Dennis Hambach und Hongyu Zhu ein Projekt initiiert, das nun mit dem Lehrpreis 2019 der Universität ausgezeichnet wurde. Bereits seit 2001 gibt es innerhalb des Studiengangs Maschinenbau eine Kooperation zwischen der Universität Paderborn und der chinesischen Qingdao University of Science and Technology (QUST). In diesem Rahmen haben Master-Studierende aus Paderborn und China etwa die Möglichkeit, die jeweilige Fremdsprache unter besonderer Berücksichtigung fachspezifischer bzw. technischer Begrifflichkeiten zu lernen. Um den Austausch zu verstärken und sich individueller mit der Zielsprache auseinandersetzen zu können, haben die Nachwuchswissenschaftler*in Bowen Deng, Dennis Hambach und Hongyu Zhu ein Projekt initiiert, das nun mit dem Lehrpreis 2019 der Universität ausgezeichnet wurde.

Im vergangenen Jahr vergab die Hochschulleitung der Universität Paderborn bereits zum zehnten Mal den mit 15.000 Euro dotierten Lehrpreis an den wissenschaftlichen Nachwuchs. Mit dem Preis wird herausragendes Engagement in der Lehre sowie in der Beratung und Betreuung von Studierenden gewürdigt. Unter Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner, Vizepräsident für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement, entschied sich die Lehrpreiskommission dieses Mal für ein Kooperationsprojekt von Wissenschaftler*innen aus den Fakultäten Maschinenbau und Kulturwissenschaften. Unter dem Titel „Fachspezifisches Chinesisch trifft Technisches Deutsch für ausländische Studierende“ gehen Deng, Hambach (beide Maschinenbau) und Zhu (Kulturwissenschaften) dem Wunsch der Studierenden nach, mehr authentische Kommunikation mit Muttersprachler*innen in die Sprachlehre einzubeziehen. Hierzu wählten sie einen didaktischen Ansatz, auf dessen Grundlage Tandems aus deutschen und chinesischen Studierenden gebildet werden, die sich anschließend zuvor ausgewählten Themen widmen. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Sprachniveaus besteht die Aufgabe des Konzepts darin, verschiedene Sprechaufträge zu schaffen, die sich an die Sprachkenntnisse der Teilnehmer*innen anpassen und dennoch einen authentischen Bezug zu einer beruflichen Tätigkeit im technischen Bereich aufweisen.

Mithilfe dieses didaktischen Ansatzes ließ sich rückblickend feststellen, dass die Teilnehmer*innen ihre sprachlichen Leistungen verbessern und interkulturelle Kompetenzen vertiefen konnten. Nach Einschätzung der Lehrpreiskommission weist das Projekt einen eindeutig innovativen Charakter auf, womit es einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der Lehre darstelle. So würde das Projekt das Angebot klassischer Sprachkurse um einen Bezug zur Fachsprache ergänzen und leiste damit eine wichtige praxisnahe Ergänzung. Ihre Auszeichnung erhalten die Wissenschaftler*in auf dem Tag der Lehre, der am 12. Mai stattfinden wird.

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news-10120 Tue, 17 Dec 2019 15:27:13 +0100 Faculty Best Paper Award – Jetzt bewerben! https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/faculty-best-paper-award-jetzt-bewerben/ Mit dem „Faculty Best Paper Award” sollen jährlich herausragende Veröffentlichungen von Nachwuchswissenschaftlern der Fakultät für Maschinenbau ausgezeichnet werden. Mit dem „Faculty Best Paper Award” sollen jährlich herausragende Veröffentlichungen von Nachwuchswissenschaftlern der Fakultät für Maschinenbau ausgezeichnet werden.

Teilnahmevoraussetzungen:
Als „Paper“ im Sinne dieser Ausschreibung zählen wissenschaftliche Beiträge in deutscher oder englischer Sprache, die im laufenden Jahr in einer Fachzeitschrift mit Peer Review erschienen sind.

Preisträger können nur Autoren sein, die zum Zeitpunkt der Annahme der Veröffentlichung durch den Verlag Mitarbeiter der Fakultät für Maschinenbau waren und ihre Promotionsprüfung noch nicht abgelegt hatten. Der wesentliche Anteil der Urheberschaft für das eingereichte Paper muss beim einreichenden Autor liegen. Dies kann dadurch nachgewiesen werden, dass der Autor von der Zeitschrift als „corresponding author“ geführt wird, dass er der Bearbeiter des Forschungsprojektes ist, auf das in der Danksagung verwiesen wird oder durch eine formlose Bestätigung des Leiters des Arbeitskreises.

Das Preisgeld beträgt 500€ für den Preisträger sowie 1500€ als Zuschuss für eine Open-Access-Publikation des Arbeitskreises. Die Übergabe des Preises findet im Rahmen des Abschlussballes der Fakultät statt.

Einzureichen sind das Paper in der gesetzten Fassung als PDF sowie die elektronischen Kontaktdaten der anderen Co-Autoren. Im Fall der geplanten Preisverleihung werden die Co-Autoren von der Jury informiert. Annahmeschluss für die Einreichung dieser Unterlagen ist der 21.01.2020.

Bewerbungen bitte an: dekan-mb(at)uni-paderborn(dot)de

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news-10114 Fri, 06 Dec 2019 08:54:18 +0100 DFG-Fachkollegienwahl: Fünf Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn gewählt https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/dfg-fachkollegienwahl-fuenf-wissenschaftlerinnen-der-universitaet-paderborn-gewaehlt/ Am 22. November verkündete die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die vorläufigen Ergebnisse der DFG-Fachkollegienwahl. Zuvor konnten rund 150.000 wahlberechtigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler online über die Besetzung von 632 Plätzen in insgesamt 49 Fachkollegien für die Amtsperiode von 2020 bis 2023 entscheiden. In die Fachkollegien wurden fünf Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn gewählt. Am 22. November verkündete die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die vorläufigen Ergebnisse der DFG-Fachkollegienwahl. Zuvor konnten rund 150.000 wahlberechtigte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler online über die Besetzung von 632 Plätzen in insgesamt 49 Fachkollegien für die Amtsperiode von 2020 bis 2023 entscheiden. In die Fachkollegien wurden fünf Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn gewählt.

Die DFG ist die Selbstverwaltungsorganisation der Wissenschaft in Deutschland. Ihre Kernaufgabe besteht in der wettbewerblichen Auswahl der besten Forschungsvorhaben von Wissenschaftlern an Hochschulen und Forschungsinstituten sowie in deren Finanzierung.

Die gewählten Vertreter*innen der Universität Paderborn im Überblick:

  • Prof. Dr. Christina Bartz von der Fakultät für Kulturwissenschaften wurde ins Fachkollegium „Theater- und Medienwissenschaften“ gewählt.
  • Prof. Dr. Matthias Bauer von der Fakultät für Naturwissenschaften wurde ins Fachkollegium „Physikalische Chemie von Festkörpern und Oberflächen, Materialcharakterisierung“ gewählt.
  • Prof. Dr.-Ing. Werner Homberg von der Fakultät für Maschinenbau wurde ins Fachkollegium „Ur- und Umformtechnik, Additive Fertigungsverfahren“ gewählt.
  • Prof. Dr. Thomas D. Kühne von der Fakultät für Naturwissenschaften wurde ins Fachkollegium „Theoretische Chemie: Elektronenstruktur, Dynamik, Simulation“ gewählt.
  • Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften wurde ins Fachkollegium „Betriebswirtschaftslehre“ gewählt.

Pressemitteilung der DFG mit den detaillierten Ergebnissen:

www.dfg.de/service/presse/pressemitteilungen/2019/pressemitteilung_nr_57/index.html 

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news-10033 Thu, 24 Oct 2019 11:12:48 +0200 Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Fachkollegienwahl https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/deutsche-forschungsgemeinschaft-dfg-fachkollegienwahl/ Ab sofort läuft die Mitgliederwahl der DFG-Fachkollegien für die Amtsperiode 2020 bis 2023, bei der auch Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn als Kandidat*innen gelistet sind. Noch bis zum 18. November können die rund 150.000 Wahlberechtigten ihr Votum online abgeben. Dafür wurden vorab Wahlschreiben mit den persönlichen Zugangsdaten verschickt. Ab sofort läuft die Mitgliederwahl der DFG-Fachkollegien für die Amtsperiode 2020 bis 2023, bei der auch Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn als Kandidat*innen gelistet sind. Noch bis zum 18. November können die rund 150.000 Wahlberechtigten ihr Votum online abgeben. Dafür wurden vorab Wahlschreiben mit den persönlichen Zugangsdaten verschickt.

Aktuell kandidieren rund 1680 Wissenschaftler*innen für die renommierten Ämter. Wie die DFG mitgeteilt hat, liegt der Anteil der Kandidatinnen bei 33,1 Prozent.

Die Fachkollegien bewerten u. a. Anträge auf finanzielle Förderung von Forschungsvorhaben und kontrollieren außerdem die Wahrung einheitlicher Maßstäbe bei der Begutachtung. Ihre Expertise ist auch gefragt, wenn es um die Weiterentwicklung und Ausgestaltung der DFG-Förderprogramme geht. Entsprechend dem Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind sie jeweils einem Fach zugeordnet.

Insgesamt sind 632 Mitglieder in 49 Fachkollegien, die in 211 Fächer unterteilt sind, zu wählen.

Zur Wahl: https://www.dfg.de/dfg_profil/gremien/fachkollegien/fk_wahl2019/

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

 

Weitere Informationen:

Ihre Stimme für die Wissenschaft - Wahl der Mitglieder der Fachkollegien für die Amtsperiode 2020-2023

http://www.dfg.de/fk-wahl2019

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleg*innen,

die Online-Wahl der Mitglieder der Fachkollegien der DFG für die Amtsperiode 2020 bis 2023 beginnt am Montag, 21.10.2019, 14 Uhr, und endet am Montag 18.11.2019, 14 Uhr.

Ich möchten Sie herzlich bitten, zu wählen und auch die Wahlberechtigten in Ihrem Umfeld auf die Wahl aufmerksam zu machen. Um die Fachkollegien auf eine breite Basis zu stellen, hoffen wir nicht nur insgesamt auf eine hohe Wahlbeteiligung, sondern insbesondere auch auf eine hohe Beteiligung der promovierten Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler.

Die direkte Wahl der Mitglieder der Fachkollegien ist ein wichtiger Baustein im System der wissenschaftlichen Selbstorganisation, da die Fachkollegien eine maßgebliche Instanz im Entscheidungsprozess über die Verteilung von Fördergeldern durch die DFG darstellen. Die Wahl gibt Ihnen die Möglichkeit, aktiv und fachnah an dieser Selbstorganisation der Wissenschaft mitzuwirken und die Weichen für die Wissenschaftsförderung durch die DFG zu stellen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass jede wahlberechtigte Person insgesamt 6 Stimmen hat. Sie können dabei einer oder einem Kandidierenden bis zu drei Stimmen geben. Die Stimmen können zudem auf Kandidierende aus unterschiedlichen Fachkollegien bzw. aus unterschiedlichen Fächern aufgeteilt werden. Dies eröffnet z. B. auch die Möglichkeit, dass Sie für Sie fremde Fachkollegien, aber Personen aus der UPB unterstützen. Wir haben als Universität ein großes Interesse daran, möglichst viele Personen aus der UPB in den Fachgruppen zu haben.

Prof. Dr. Birgitt Riegraf
Präsidentin

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news-10023 Tue, 22 Oct 2019 12:55:00 +0200 Besser reagieren auf extreme Wetterereignisse https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/besser-reagieren-auf-extreme-wetterereignisse/ Lange Trockenperioden, Waldbrände, Starkregen und Überschwemmungen im Sommer, Schneemassen im Winter: Immer wieder leiden verschiedene Regionen Deutschlands und Europas unter extremen Klima- und Wetterereignissen – und diese könnten laut Klimaforschern und Meteorologen künftig zunehmen. Im Forschungsprojekt „ANYWHERE“ entwickeln Wissenschaftler der Universität Paderborn mit einem internationalen Kollegenteam eine gesamteuropäische Plattform, die präziser auf Extremwetterlagen vorbereiten soll. Die Europäische Union fördert das noch bis Dezember laufende dreijährige Projekt mit rund 12 Millionen Euro. Beteiligt sind 31 Einrichtungen aus zwölf europäischen Ländern. Forscher der Universität Paderborn entwickeln europäische Frühwarnplattform

Lange Trockenperioden, Waldbrände, Starkregen und Überschwemmungen im Sommer, Schneemassen im Winter: Immer wieder leiden verschiedene Regionen Deutschlands und Europas unter extremen Klima- und Wetterereignissen – und diese könnten laut Klimaforschern und Meteorologen künftig zunehmen. Im Forschungsprojekt „ANYWHERE“ entwickeln Wissenschaftler der Universität Paderborn mit einem internationalen Kollegenteam eine gesamteuropäische Plattform, die präziser auf Extremwetterlagen vorbereiten soll. Die Europäische Union fördert das noch bis Dezember laufende dreijährige Projekt mit rund 12 Millionen Euro. Beteiligt sind 31 Einrichtungen aus zwölf europäischen Ländern.

Eine Plattform mit Frühwarntools für verschiedene Nutzer

„In unserem Forschungsprojekt entwickeln wir eine europaweite Frühwarnplattform, das „ANYWHERE Multi-Hazard Early Warning System“. Damit lassen sich Klima- und Wettersituationen, die Todesfälle und massive wirtschaftliche wie infrastrukturelle Schäden nach sich ziehen können, früher als bislang vorab identifizieren“, erklärt Matthias Habdank vom Lehrstuhl „Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung“ von Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch. Er betreut das Projekt mit seinen Kollegen Dr.-Ing. Jens Pottebaum und Philipp Scholle vom Lehrstuhl für Produktentstehung unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler.

Die ANYWHERE-Plattform wird derzeit an sechs ausgewählten Standorten in Spanien, Italien, Frankreich, der Schweiz, Norwegen und Finnland getestet. Sie soll Behörden, Katastrophenschutzorganisationen, Unternehmen und Bürgern künftig gebündelt eine Reihe modernster Frühwarntools zur Verfügung stellen. Mit diesen Anwendungen lassen sich der Zeitpunkt eines extremen Wetterereignisses, potentiell betroffene Orte und mögliche Auswirkungen schneller als bisher antizipieren und Schutzmaßnahmen können optimiert werden. „Unsere Plattform richtet sich bewusst an verschiedene Nutzer. Sie soll die öffentliche Gefahrenabwehr unterstützen, aber auch dem Selbstschutz von Unternehmen und Bürgern dienen“, betont Jens Pottebaum. Auf Korsika erproben die Wissenschaftler beispielsweise Frühwarntools, mit denen sich Waldbrände prognostizieren lassen. So kann die Bevölkerung schnell gewarnt werden und die Feuerwehr gezielt ihre Einsätze planen.

Hilfe im Katastrophenfall

ANYWHERE stellt nicht nur Frühwarntools zur Verfügung, die vor einem extremen Wettereignis warnen. Die Plattform bietet auch Hilfeanwendungen für den Katastrophenfall, mit denen rascher als bislang reagiert und Rettungsaktionen besser koordiniert werden können. „Für Behörden, Feuerwehr und Co. sind konkrete Sofortmaßnahmen interessant, der Bürger fragt sich, wie er sich selbst schützen kann und der Unternehmer, wie er sich so vorbereiten kann, dass sein Geschäft nicht einbricht und Arbeitsplätze gefährdet werden. Unsere Anwendungen sollen allen helfen“, so Matthias Habdank. Im italienischen Genua etwa testen die Wissenschaftler ein Tool, das sich bei Hochwasser einsetzen lässt. Mit der Anwendung können Katastrophenschutzbehörden die Eltern von Schülern informieren, dass ihre Kinder in Sicherheit sind und so verhindern, dass sich die Erwachsenen selbst in Gefahr bringen. In Katalonien wird eine Anwendung erprobt, mit der LKW-Fahrer eines Nahrungsmittellogistikers bei starkem Schneefall Routen planen können. Das Tool erfasst die aktuellen Straßenbedingungen und mögliche Staus. So gelangt das Fahrzeug schnellstmöglich an sein Ziel, das Unternehmen kann sein Geschäft aufrechterhalten und die Bevölkerung bekommt die benötigten Lieferungen.

Bereits existierende Frühwarn- und Hilfetools werden integriert

Bei ANYWHERE arbeiten Ingenieure, Informatiker, Meteorologen, Naturwissenschaftler, Geologen, Juristen und Experten anderer Fachgebiete aus ganz Europa zusammen. So können bereits existierende Frühwarn- und Hilfetools in die Plattform integriert und weiterentwickelt werden. Daneben speist sich ANYWHERE aus europaweiten Daten: „Unsere Plattform bezieht ihre Daten aus verschiedenen Quellen. Mittelfristige Wetterdaten kommen beispielsweise vom Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF) und lokale Wetterdaten teils von örtlichen Sensoren“, erläutert Jens Pottebaum. „Wir verwenden ein offenes Schnittstellenkonzept und aktuelle Standards. So konnten bereits 300 Systeme Dritter – wie Systeme von Wetterdiensten – und damit verschiedenste Vorhersage- und Auswirkungsalgorithmen integriert werden“, ergänzt Philipp Scholle. Alle Tools der ANYWHERE-Plattform werden an die lokalen Anforderungen von Behörden und öffentlichen wie privaten Betreibern kritischer Infrastrukturen angepasst.

Den Selbstschutz fördern

Die ANYWHERE-Plattform integriert nicht nur Daten und Anwendungen Dritter. Sie kann auch selbst in bereits bestehende Frühwarnsysteme eingebettet werden und stellt ihre Daten und Algorithmen anderen Anwendungen zur Verfügung. Begleitend zur Frühwarnplattform entwickeln die Paderborner Wissenschaftler außerdem eine Wissensplattform, den „Common Information Space“ (CIS). „Es geht uns nicht nur darum, Frühwarn- und Hilfetools für Extremwetterlagen zu bündeln und weiterzuentwickeln. Es sollen auch Handlungsempfehlungen entstehen, die zeigen, wie sich die Tools bestmöglich nutzen lassen, und wir wollen die Entwicklung weiterer Anwendungen fördern – vor allem zum Selbstschutz der Bürger“, betont Matthias Habdank. Der CIS bietet Entwicklern daher Werkzeuge und Guidelines, mit denen sich weitere Frühwarn- und Hilfetools programmieren lassen.

Um möglichst viele Menschen zu erreichen, sind Sprache und Form der Frühwarnplattform flexibel anpassbar. „Prinzipiell ist alles möglich, was web- oder cloudbasiert ist“, erklärt Jens Pottebaum. „In den Lagezentren von Behörden wird die Plattform beispielsweise als PC-Software verwendet, bei unseren lokalen Fallstudien kommen teilweise Apps zum Einsatz.“ Einige der Plattform-Tools arbeiten außerdem mit Warnmeldungen, die etwa über Twitter und den Kurznachrichtendienst Telegram verschickt werden können.

Nach Projektende werden einige der Frühwarn- und Hilfetools für Behörden, Unternehmen und Bürger kostenfrei verfügbar sein – jeweils angepasst an regionale Gegebenheiten und Anforderungen. Der Common Information Space ist dann ebenfalls frei zugänglich. Einige Ergebnisse von ANYWHERE werden außerdem in neuen Forschungsprojekten genutzt, um an einem internationalen Standard zur Nutzung von Social Media in der Gefahrenabwehr zu arbeiten (siehe dazu: www.isotc292online.org/projects/iso-22329).

Simon Ratmann, Stabsstelle Presse und Kommunikation

 

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt:

anywhere-h2020.eu

twitter.com/AnywhereH2020

 

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news-10009 Mon, 14 Oct 2019 11:37:58 +0200 Neues Dekanat: Prof. Dr.-Ing. Mirko Schaper im Amt bestätigt https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/neues-dekanat-prof-dr-ing-mirko-schaper-im-amt-bestaetigt-1/ In seiner konstituierenden Sitzung hat der neue Fakultätsrat am 25. September 2019 als erste Amtshandlung ein neues Dekanat gewählt. Als Studiendekan und Dekan wurden die Amtsinhaber Prof. Hans-Joachim Schmid und Prof. Mirko Schaper in ihren Ämtern bestätigt. Für den nicht mehr zur Wahl angetretenen Prodekan Prof. Detmar Zimmer wurde Prof. Werner Homberg gewählt, er übernimmt den neu geschaffenen Posten des „Forschungsdekans“. Alle Amtsinhaber wurden einstimmig gewählt. In seiner konstituierenden Sitzung hat der neue Fakultätsrat am 25. September 2019 als erste Amtshandlung ein neues Dekanat gewählt. Als Studiendekan und Dekan wurden die Amtsinhaber Prof. Hans-Joachim Schmid und Prof. Mirko Schaper in ihren Ämtern bestätigt. Für den nicht mehr zur Wahl angetretenen Prodekan Prof. Detmar Zimmer wurde Prof. Werner Homberg gewählt, er übernimmt den neu geschaffenen Posten des „Forschungsdekans“. Alle Amtsinhaber wurden einstimmig gewählt.

Die Fakultät bedankt sich bei Prof. Zimmer für die langjährige sehr engagierte und erfolgreiche Arbeit und wünscht dem neuen Dekanat viel Erfolg für die nächsten 4 Jahre.

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news-10013 Mon, 07 Oct 2019 12:12:00 +0200 Impulsvortrag von Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler: „Unsere digitale Zukunft – ein Dienst für die Menschheit?“ https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/impulsvortrag-von-prof-dr-ing-iris-graessler-unsere-digitale-zukunft-ein-dienst-fuer-die-menschh/ Unter dieses Motto stellte Professorin Iris Gräßler, Leiterin der Fachgruppe Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut, ihren Impulsvortrag beim 125-jährigen Jubiläum des Vereins Deutscher Ingenieure in Ostwestfalen-Lippe (VDI OWL). Unter dieses Motto stellte Professorin Iris Gräßler, Leiterin der Fachgruppe Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut, ihren Impulsvortrag beim 125-jährigen Jubiläum des Vereins Deutscher Ingenieure in Ostwestfalen-Lippe (VDI OWL).

Gräßler zeichnete ein Bild heutiger Geschäftsmodelle; geprägt durch die Entwicklung weg von mechanisch gesteuerten Systemen hin zu digitalisierten und vernetzten Systemen. Wie verändert dies die Arbeit von Ingenieuren? „Unsere flexibel einsetzbare, agile Szenario-Technik stellt eine wissenschaftlich fundierte Methode dar, mit der neue Möglichkeiten in dieser schnelllebigen Zeit rechtzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können“, so Gräßler. Bei all dem Nutzen, den die neue Technik biete, beleuchtete Gräßler auch die negativen Auswirkungen des technischen Fortschritts für den Menschen. Sie schlug so eine Brücke zu den weiteren Inhalten der Veranstaltung, in der es um die Kollaboration von Mensch und Technik in all ihren Facetten ging.

Mehr Informationen zum VDI Ostwestfalen-Lippe Bezirksverein e.V. (VDI OWL)

Der VDI Ostwestfalen-Lippe ist einer von 45 Bezirksvereinen bundesweit. Zu seinen 3.600 persönlichen Mitgliedern zählen Ingenieure, Naturwissenschaftler und Studierende. Darüber hinaus unterstützen innovative regionale Unternehmen den Verein durch ihre Fördermitgliedschaft und machen den Verein zu einem starken Netzwerk in der Region Ostwestfalen-Lippe.

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news-10011 Wed, 02 Oct 2019 12:11:00 +0200 „Chinesische Kulturtage“: Hochschulangehörige berichten über die vielfältigen Verbindungen der Universität Paderborn nach China https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/chinesische-kulturtage-hochschulangehoerige-berichten-ueber-die-vielfaeltigen-verbindungen-der-unive/ Am Freitag, 27. September, konnten Interessierte im Rahmen der „Chinesischen Kulturtage“ in Paderborn einen Einblick in die vielfältigen Verbindungen der Universität nach China erhalten. In insgesamt sechs Vorträgen wurde über die zum Teil sehr engen und langjährigen Zusammenarbeiten mit verschiedenen chinesischen Partneruniversitäten berichtet. Neben den zahlreichen Angeboten für chinesische Studierende – u. a. eine Summer School für Elektrotechnik-Studierende, Betreuung und studienvorbereitende Kurse an der Chinesisch-Deutschen Technischen Fakultät (CDTF), Deutschkurse und Kooperationen im Bereich Ausbildung von Deutschlehrer*innen in der Germanistik, sowie neue Möglichkeiten im Rahmen des Chinesisch-Deutschen-Campus (CDC), ein materialwissenschaftliches Studium an der Universität Paderborn aufzunehmen – wurden auch verschiedene Möglichkeiten für Studierende der Universität Paderborn vorgestellt, einen Aufenthalt in China in ihr Studium zu integrieren. Am Freitag, 27. September, konnten Interessierte im Rahmen der „Chinesischen Kulturtage“ in Paderborn einen Einblick in die vielfältigen Verbindungen der Universität nach China erhalten. In insgesamt sechs Vorträgen wurde über die zum Teil sehr engen und langjährigen Zusammenarbeiten mit verschiedenen chinesischen Partneruniversitäten berichtet. Neben den zahlreichen Angeboten für chinesische Studierende – u. a. eine Summer School für Elektrotechnik-Studierende, Betreuung und studienvorbereitende Kurse an der Chinesisch-Deutschen Technischen Fakultät (CDTF), Deutschkurse und Kooperationen im Bereich Ausbildung von Deutschlehrer*innen in der Germanistik, sowie neue Möglichkeiten im Rahmen des Chinesisch-Deutschen-Campus (CDC), ein materialwissenschaftliches Studium an der Universität Paderborn aufzunehmen – wurden auch verschiedene Möglichkeiten für Studierende der Universität Paderborn vorgestellt, einen Aufenthalt in China in ihr Studium zu integrieren.

Studierende der Studiengänge Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurswesen und Chemieingenieurwesen können beispielsweise die Studienausrichtung „mb-cn“ wählen und in diesem Rahmen u. a. ein Auslandssemester in China verbringen oder eine Summer School besuchen. Zwei Studierende aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit dem Studienschwerpunkt „Asian Studies in Business and Economics" (ASBE) berichteten außerdem von ihren Erfahrungen während ihres Auslandssemesters in Shanghai bzw. Peking. Auch in der Forschung spielt China für Wissenschaftler*innen der Universität eine zunehmend wichtige Rolle. So stellte der letzte Vortrag beispielsweise eindrucksvoll dar, wie stark China sich derzeit auf sein kulturelles Erbe besinnt und z. B. neue Museen gründet und auch die Forschung in diesem Bereich verstärkt.

Eingerahmt wurden die Vorträge durch musikalische Darbietungen von Le Wang auf der Guzheng, einem traditionellen chinesischen Saiteninstrument, sowie durch einige Köstlichkeiten der chinesischen Küche. Organisiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Torsten Meier, Vizepräsident für Internationale Beziehungen, und von Prof. Dr. Wolfgang Bremser, deutscher Direktor des Konfuzius-Instituts Paderborn.

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news-9995 Thu, 26 Sep 2019 10:31:00 +0200 Workshop beleuchtete aktuelle Forschung zu Wärmeübertragung mit Phasenwechsel https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/workshop-beleuchtete-aktuelle-forschung-zu-waermeuebertragung-mit-phasenwechsel/ Am 19. und 20. September 2019 veranstaltete der Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik der Universität Paderborn mit dem Fachgebiet „Technische Thermodynamik“ der Universität Kassel den Workshop „Wärmeübertragung mit Phasenwechsel in fluiden Systemen: Ein Update“. Das Thema ist sowohl aus akademischer als auch aus industrieller Sicht bedeutend. Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland kamen nach Paderborn, um ihre Forschungsthemen vorzustellen und zu diskutieren. Am 19. und 20. September 2019 veranstaltete der Lehrstuhl für Fluidverfahrenstechnik der Universität Paderborn mit dem Fachgebiet „Technische Thermodynamik“ der Universität Kassel den Workshop „Wärmeübertragung mit Phasenwechsel in fluiden Systemen: Ein Update“. Das Thema ist sowohl aus akademischer als auch aus industrieller Sicht bedeutend. Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland kamen nach Paderborn, um ihre Forschungsthemen vorzustellen und zu diskutieren.

Die Beiträge reichten von grundlegenden Themen, wie der Entstehung von Blasenkeimen beim Blasensieden (Universität Kassel) über die Modellierung des Phasenübergangs bei Kondensation und Verdampfung (Universität München) bis hin zur praxisorientierten Wärmenutzung in Haushalten mittels Latentwärmespeichern (Universität Paderborn). Insgesamt wurden 11 aktuelle Forschungsschwerpunkte in Vorträgen von Teilnehmer*innen aus Berlin, Bochum, Bremen, Freiburg, Kassel, München, Münster und Paderborn vorgestellt und bei einer Postersession intensiv diskutiert. Zum Abschluss des Workshops fand eine Podiumsdiskussion statt, in der perspektivisch der zukünftige Weg des Themengebiets debattiert wurde.

Die Veranstaltung stellte sich als voller Erfolg dar: Das fokussierte Thema und das ausgewählte Veranstaltungsformat erschienen als eine gute Ergänzung zu den heute überwiegend groß ausgelegten Kongressen. Entsprechend positiv wurde das Format von Veranstalter*innen und Teilnehmer*innen aufgenommen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass es weitere Workshops dieser Art geben sollte.

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news-9993 Thu, 26 Sep 2019 10:30:00 +0200 Zehn Jahre DMRC – Fachkonferenz an der Universität bringt Experten aus der Additiven Fertigung zusammen https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/zehn-jahre-dmrc-fachkonferenz-an-der-universitaet-bringt-experten-aus-der-additiven-fertigung-zusam/ Vor zehn Jahren wurde das Direct Manufacturing Research Center (DMRC) der Universität Paderborn gegründet. Am Donnerstag, 26. September, startete anlässlich dieses Jubiläums eine zweitägige Fachkonferenz. Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie und Verbänden diskutieren hier zusammen mit den Teilnehmer*innen über Themen aus dem Bereich der Additiven Fertigung. Vor zehn Jahren wurde das Direct Manufacturing Research Center (DMRC) der Universität Paderborn gegründet. Am Donnerstag, 26. September, startete anlässlich dieses Jubiläums eine zweitägige Fachkonferenz. Vertreter*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie und Verbänden diskutieren hier zusammen mit den Teilnehmer*innen über Themen aus dem Bereich der Additiven Fertigung.

„Mit dem DMRC feiern wir eine Brutstelle der Additiven Fertigung, die weit über die Region hinauswirkt. Der Gemeinwohlbeitrag der Universität ist nicht mehr selbstverständlich, denn auch Universitäten müssen der Gesellschaft zeigen, warum ihnen Freiheiten und vor allem Ressourcen für Forschung und Lehre zur Verfügung gestellt werden sollen“, betonte Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer der Universität in seiner Begrüßung. Anschließend referierte Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Wirtschaftsminister des Landes NRW, über den Einfluss Additiver Fertigung auf die lokale sowie europäische Wirtschaft und lobte dahingehend die Entwicklungen an der Universität Paderborn: „Es ist eine große Freude, hier wieder auf dem Campus zu sein und ich bin begeistert, was sich hier alles entwickelt hat. Heute stehe ich hier und kann Ihre Arbeit bewundern. Allen, die zu diesem großen Erfolg beigetragen haben, drücke ich hiermit meine ganz herzliche Anerkennung aus.“

Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Schmid, wissenschaftlicher Leiter des DMRC, und Dr.-Ing. Christian-Friedrich Lindemann, Geschäftsführer des DMRC, moderierten den Auftakt der Veranstaltung. Die Konferenz, die in fünf verschiedene Sektionen unterteilt ist, bietet den Teilnehmer*innen nach jeder Sektion die Möglichkeit, sich im Rahmen einer interaktiven Podiumsdiskussion mit Technologieexpert*innen auszutauschen. Nach Impulsen von Vertreter*innen von u. a. Siemens, Porsche, Volkswagen und dem TÜV Süd folgen Diskussionsrunden über die industrielle Anwendung von Forschung, Qualitätskriterien in der additiven Prozesskette, den Einsatz dieser Technologie im Mobilitätssektor und zukünftige Entwicklungen.

Neben Diskussionsrunden und Keynotes enthält das Rahmenprogramm ebenso eine Projektmesse und Ausstellung, bei der sich die Teilnehmer*innen über aktuelle Forschungsergebnisse der Lehrstühle und Industriepartner informieren können. Ein gemeinsames Essen sowie eine Abendveranstaltung unterstreichen nochmals den Netzwerkcharakter der Konferenz.

Über das DMRC

Das DMRC ist eine industriell geprägte Forschungseinrichtung an der Universität Paderborn mit dem Ziel, die additiven Fertigungsverfahren zu industrialisieren. Im DMRC bearbeiten 29 Industrieunternehmen und 14 verschiedene Professoren aus 3 Fakultäten alle Fragestellungen rund um das Thema der Additiven Fertigung. Die Industriepartner sowie öffentliche Förderorganisationen finanzieren (gemeinsam) die Forschungsprojekte. Darüber hinaus werden sämtliche DMRC-Projekte durch die Industriepartner gesteuert und kontrolliert. Dies erlaubt es allen Partnern, einen größtmöglichen Nutzen mit dem DMRC zu generieren – speziell im Rahmen von Forschungsvorhaben.

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news-9973 Wed, 25 Sep 2019 08:45:20 +0200 Marktplatz für Künstliche Intelligenz https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/marktplatz-fuer-kuenstliche-intelligenz/ Paderborner Forscher überzeugen mit einem Konzept für einen Marktplatz für Künstliche Intelligenz und holen 11,5 Mio. Euro Fördergeld – davon allein 4,5 Mio. für den Forschungsstandort Paderborn Paderborner Forscher überzeugen mit einem Konzept für einen Marktplatz für Künstliche Intelligenz und holen 11,5 Mio. Euro Fördergeld – davon allein 4,5 Mio. für den Forschungsstandort Paderborn

Ab Anfang 2020 entwickeln das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, das Fraunhofer IEM, die Unity, it’s OWL und Diebold Nixdorf eine digitale Plattform für Künstliche Intelligenz in der Produktentstehung. 20 Forschungseinrichtungen und Unternehmen arbeiten bei dem Forschungsprojekt „KI-Marktplatz“ zusammen, das vom BMWi mit 11,5 Mio. Euro gefördert wird. Die Paderborner Partner erhalten 4,5 Mio. Euro Förderung, davon gehen alleine 2,5 Mio. Euro an die Universität Paderborn.

Der KI-Marktplatz bündelt Kompetenzen von 20 Forschungseinrichtungen und Unternehmen, sowohl aus dem Spitzencluster it’s OWL als auch bundesweit. Bis 2023 entsteht eine digitale Plattform für Künstliche Intelligenz in der Produktentstehung, auf der sich Anbieter, Nutzer*innen und Expert*innen vernetzen und Lösungen entwickeln können. Mit diesem Konzept hat sich der KI-Marktplatz im Wettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) durchgesetzt. „Mit unserem KI-Innovationswettbewerb haben wir offenbar einen Nerv in der Wirtschaft und der Wissenschaft getroffen. Die enorme Resonanz zeigt: Wir haben in Deutschland das Potenzial und den Willen, KI schnell und breit in die Anwendung zu bringen. Das gilt es nun, in die Tat umzusetzen. Unser Ziel ist es, große, durchsetzungsstarke Leuchtturmprojekte in zentralen Bereichen unserer Volkswirtschaft zu realisieren. So tragen wir dazu bei, KI rasch aus den Forschungslaboren auf die Straße zu bekommen“, so Bundesminister Peter Altmaier, der am 19. September die 10 Gewinner des Wettbewerbs verkündete, an dem sich 130 Konsortien beteiligt hatten.

Das Konzept wurde unter der Federführung des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn und des Fraunhofer-Instituts für Entwurfstechnik Mechatronik IEM entwickelt. Prof. Dr. Roman Dumitrescu (Vorstand Heinz Nixdorf Institut, Direktor Fraunhofer IEM und Geschäftsführer it´s OWL) erläutert: „Die Auszeichnung ist ein großartiger Erfolg und zeigt, dass die Forschungseinrichtungen und Unternehmen aus dem Spitzencluster it´s OWL wichtige Treiber für Künstliche Intelligenz im Mittelstand sind. Mit dem KI-Marktplatz werden wir ein bundesweit einzigartiges Angebot schaffen, mit dem gerade kleine und mittlere Unternehmen die Potenziale von Künstlicher Intelligenz in der Produktentstehung erschließen können. Besonders freue ich mich, dass wir starke Paderborner Partner aus Forschung und Industrie an Bord haben.“ Ähnlich sieht das auch Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn:Die Förderung bekräftigt uns in unserer Forschungsstrategie und ist ein großartiger Erfolg für die gesamte Region, deren ökonomisches Wachstum durch die vorbildhafte und weithin sichtbare Kombination von Spitzenforschung und Wirtschaft geprägt ist.“

Transfer zwischen Forschung und Industrie

Künstliche Intelligenz bietet enormes Potenzial für die Produktentstehung. Unternehmen könnten mithilfe von KI-Technologien beispielsweise vor Einführung eines Produktes ermitteln, ob ihre Kund*innen es kaufen würden. Oder aus Produktdaten wertvolle Informationen für die Entwicklung der nächsten Produktreihe ziehen. „Gerade am Forschungsstandort Paderborn haben wir bereits eine Vielzahl von Anwendungen und Forschungsergebnissen im Bereich Künstliche Intelligenz vorzuweisen. Jetzt gilt es, unsere Forschung in die Unternehmenspraxis zu überführen. Der KI-Marktplatz ist Grundlage dafür, dass Unternehmen Zugang zu KI-Technologien und Ansprechpartnern finden und in die eigene Umsetzung gehen. Gleichzeitig wird auch die Wissenschaft enorm profitieren und wertvolle neue Forschungsansätze identifizieren“, sagt Prof. Eyke Hüllermeier (Professor für Intelligente Systeme und Maschinelles Lernen am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn).

Partnervermittlung, Datenraum und Baukasten für KI-Lösungen

Im Projekt KI-Marktplatz, das Anfang 2020 starten wird und auf drei Jahre ausgelegt ist, entsteht eine digitale Plattform, die KI-Expert*innen, Lösungsanbieter und produzierende Unternehmen zusammenbringt. Diese digitale Plattform wird sukzessive um Funktionalitäten erweitert, die eine gemeinsame Entwicklung von KI-Lösungen für die Produktentstehung sowie eine Bereitstellung dieser Lösungen ermöglichen. Angefangen bei einer intelligenten Partnervermittlung für Anwendungsfälle von KI in der Produktentstehung, über einen Datenraum für die Produktentstehung bis hin zu einem Baukasten für die KI-Entwicklung stellt der KI-Marktplatz den Akteuren auf der Plattform Werkzeuge zur Entwicklung innovativer KI-Lösungen bereit. Dabei setzt der KI-Marktplatz auf ein vertrauensbasiertes Konzept mit einer entsprechenden IT-Architektur, die Datensouveränität und faire Transaktionsmechanismen ermöglicht. Darüber hinaus werden heute bereits verfügbare KI-Anwendungen über den Marktplatz bereitgestellt. Das rund 200 Partner umfassende Technologie-Netzwerk it’s OWL wird dabei die Keimzelle für den nationalen KI-Marktplatz sein.

Forschungspartner sind das Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, die Fraunhofer-Institute IEM, IOSB-INA und IPK, der Exzellenzcluster Cognitive Interaction Technology CITEC der Universität Bielefeld sowie das Institut für industrielle Informationstechnik inIT der TH OWL. Weitere Projektpartner sind u. a. die International Data Spaces Association, prostep ivip, die FIWARE Foundation sowie die Unternehmen Claas, Diebold Nixdorf, Düspohl, Hella Gutmann, Contact Software, Unity und Westaflex.

Lesen Sie hier die Pressemitteilung von it's OWL: 

https://www.its-owl.de/newsroom/news/news/news/ki-plattform-fuer-die-produkte-von-morgen/

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news-9989 Wed, 25 Sep 2019 08:44:00 +0200 Erster „Tag der Forschung“ an der Universität Paderborn und Vergabe der Graduiertenstipendien 2019 https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/erster-tag-der-forschung-an-der-universitaet-paderborn-und-vergabe-der-graduiertenstipendien-2019/ Am Dienstag, 24. September, fand erstmalig der „Tag der Forschung“ an der Universität Paderborn statt. Ziel war es, die Forschungsvielfalt der Universität sichtbarer zu machen, den interdisziplinären Austausch zu stärken und Impulse zur Kooperation und Vernetzung zu geben. Schwerpunktmäßig ging es mit dem Thema „Data Society“ um digitale Transformationsprozesse, die heute alle Bereiche der Gesellschaft grundlegend und nachhaltig verändern. Am Dienstag, 24. September, fand erstmalig der „Tag der Forschung“ an der Universität Paderborn statt. Ziel war es, die Forschungsvielfalt der Universität sichtbarer zu machen, den interdisziplinären Austausch zu stärken und Impulse zur Kooperation und Vernetzung zu geben. Schwerpunktmäßig ging es mit dem Thema „Data Society“ um digitale Transformationsprozesse, die heute alle Bereiche der Gesellschaft grundlegend und nachhaltig verändern.

Initiator Prof. Dr. Johannes Blömer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, erklärt: „Forschung an der Universität Paderborn ist durch Inter- und Transdisziplinarität und einen besonders hohen Grad an gesellschaftlicher Relevanz geprägt. Das Thema Data Society ist eine große Herausforderung unserer Zeit, das wir durch fakultätsübergreifend betriebene Forschungsarbeit hier an der Universität gut aufarbeiten können und wollen. Der Tag soll durch den offenen Austausch dazu dienen, uns intern noch besser zu vernetzen und Gelegenheit bieten, neue Kooperationen und Forschungsfelder zu erschließen.“ Prof. Dr. Blömer kündigte an, dass der Tag der Forschung nun fest an der Universität etabliert und einmal im Jahr veranstaltet werden soll.

Sichtbare Forschungsvielfalt und fakultätsübergreifende Vernetzung

Mit der Laudatio von Prof. Dr. Friedhelm Meyer auf der Heide, Informatikprofessor der Universität Paderborn, für Prof. Dr. Burkhard Monien, emeritierter Informatikprofessor der Universität Paderborn, wurde der Leibniz-Preisträger für seine Forschungsarbeit und sein Engagement gewürdigt, mit der er die Universität Paderborn als Forschungsuniversität wesentlich mitgeprägt und international sichtbar gemacht habe. Monien ist seit 1977 Professor an der Universität Paderborn und legte als erster ordentlicher Professor des Fachs Informatik im damaligen Fachbereich Mathematik die Grundlagen für das heutige Profil der Universität. Er gründete u. a.  das „Paderborn Center for Parallel Computing“ (PC²), war Mitinitiator von Sonderforschungsbereichen und maßgeblich an der Gründung des Heinz Nixdorf Instituts beteiligt. In diesem Jahr wurde ihm außerdem die Ehrennadel der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste (NRW-AWK) verliehen.

Auf eine Key-Note zum Thema „Nachhaltigkeitsperspektive auf das digitale Zeitalter“ von Prof. Dr. Ina Schieferdecker, Institutsleiterin des Fraunhofer FOKUS Berlin, folgte eine Podiumsdiskussion mit internen sowie externen Expert*innen. Wissenschaftsjournalistin Dr. Manuela Lenzen moderierte die Diskussionsrunde. In zahlreichen Workshops gaben Professor*innen der Universität Impulse zu verschiedenen Themen wie dem Wandel von Wissenschaft in Zeiten der Digitalisierung, Smart Cities sowie Datensicherheit und luden so zum Dialog ein. Abschließend las Hannes Bajohr, Autor, Philosoph und Literaturwissenschaftler, aus seinen Werken vor.

Präsidium der Universität Paderborn vergibt fünf Graduiertenstipendien

Der Tag der Forschung widmete sich außerdem dem wissenschaftlichen Nachwuchs: Das Präsidium der Universität hat wie schon in den vergangenen Jahren Stipendien für herausragende Promotionsvorhaben vergeben. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Johannes Blömer empfahl die Forschungskommission die Förderung von vier Bewerberinnen und einem Bewerber. Zu Beginn der Veranstaltung überreichte Prof. Dr. Blömer den Stipendiat*innen ihre Urkunden und gratulierte ihnen herzlich zu dieser Leistung.

Über Grundstipendien mit einer Förderungsdauer von zwei Jahren freuten sich Luz Alejandra Mapura Ramirez, Fakultät für Maschinenbau, die zum Thema „Bestimmung von Korrelationen für Stoffübergangskoeffizienten in Gas-flüssig-Trennprozessen mit Strukturpackungen basierend auf hydrodynamischen Analogien“ forscht und Dennis Henneböhl, Fakultät für Kulturwissenschaften, mit „Nostalgia in Contemporary British Culture and Society“. Ein Abschlussstipendium, das eine Förderungsdauer von sechs Monaten vorsieht, erhielt Marie Weyrich, Fakultät für Kulturwissenschaften, für ihre Arbeit „Farbe und Erzählung im zeitgenössischen belgo-französischen Autorencomic“.

Zwei Promotionsstipendien im Bereich der Genderforschung, ebenfalls mit einer Förderungsdauer von zwei Jahren, gingen an Jessica Fischer, Fakultät für Kulturwissenschaften, die zum Thema „Zeitlichkeitskonzepte von Latenz als Gender-Figurationen der Romantik (Bettine von Arnim, Clemens Brentano, Karoline von Günderrode)“ promoviert und an Franziska Siche-Pantel, Fakultät für Naturwissenschaften, für „Geschlechterspezifik in der Sekundärprävention des idiopathischen Parkinson-Syndroms – Regulative Effekte körperlicher Aktivität auf Parameter des autonomen Nervensystems in der sportmedizinischen Behandlung“. Alle fünf Stipendiat*innen erhalten eine monatliche Förderung in Höhe von 1.200 Euro.

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news-9987 Tue, 24 Sep 2019 08:41:00 +0200 Carolin Zinn und Dr. Michael Friederich fahren bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft im Mountainbike auf die Plätze zwei und drei https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/carolin-zinn-und-dr-michael-friederich-fahren-bei-der-deutschen-hochschulmeisterschaft-im-mountainb/ Auch in diesem Jahr bot der 3-Täler Marathon im sauerländischen Medebach-Titmaringhausen optimale Rahmenbedingungen für die Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) für Mountainbiker auf der Marathondistanz, ausgerichtet vom Hochschulsport der Universität Paderborn. Auf der rund 86 Kilometer langen und mit 2.169 Höhenmetern gespickten Strecke der Lizenzklasse riefen die Athleten beachtliche Leistungen ab. Bei den Frauen musste sich Carolin Zinn von der Universität Paderborn in einem spannenden Rennen lediglich Hannah Kölling von der DHFPG Saarbrücken geschlagen geben und fuhr auf Rang zwei. Auf der 59 Kilometer langen Strecke der Hobbyfahrer landete bei den Männern Dr. Michael Friederich von der Universität Paderborn auf dem dritten Platz. Auch in diesem Jahr bot der 3-Täler Marathon im sauerländischen Medebach-Titmaringhausen optimale Rahmenbedingungen für die Deutsche Hochschulmeisterschaft (DHM) für Mountainbiker auf der Marathondistanz, ausgerichtet vom Hochschulsport der Universität Paderborn. Auf der rund 86 Kilometer langen und mit 2.169 Höhenmetern gespickten Strecke der Lizenzklasse riefen die Athleten beachtliche Leistungen ab. Bei den Frauen musste sich Carolin Zinn von der Universität Paderborn in einem spannenden Rennen lediglich Hannah Kölling von der DHFPG Saarbrücken geschlagen geben und fuhr auf Rang zwei. Auf der 59 Kilometer langen Strecke der Hobbyfahrer landete bei den Männern Dr. Michael Friederich von der Universität Paderborn auf dem dritten Platz.

Hannah Kölling verwies in einer Zeit von 04:00:58 Carolin Zinn und Petra Schuhmacher (KIT Karlsruhe) auf die Plätze zwei und drei. Bei den Männern gewann in der Lizenzklasse Luis Neff (KIT Karlsruhe) in einer Zeit von 3:10:45 gefolgt von Andreas Schrottenbaum (TU München) und Sven Mägdefessel (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg).

Ein spannendes Rennen entwickelte sich auch auf der 59 langen Strecke der Hobbyklasse. Julius Drees von der Bergischen Universität Wuppertal setzte sich vor seinem Unimitstreiter Martin Fuchs und Michael Friederich durch und gewann mit einer Zeit von 2:19:55.

Die Teilnehmer zeigten sich begeistert von den professionellen Bedingungen der Hochschulmeisterschaften: „Die Strecke war hervorragend ausgeschildert, die Verpflegungsstationen gut verteilt und alle Helferinnen und Helfer sehr freundlich“, fasste Carolin Zinn zusammen.  

Ein großer Dank gilt den lokalen Vereinen SV RW Titmaringhausen 1945 e.V. und RadWerk Upland e.V. sowie den ehrenamtlichen Helfern.

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news-9962 Tue, 17 Sep 2019 12:02:15 +0200 Erforschung von Produktentstehungsprozessen https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/erforschung-von-produktentstehungsprozessen/ Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen immer neue Möglichkeiten, Produkte zu entwickeln. In einem „Innovationslabor“ des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn erforschen Wissenschaftler*innen künftig die Bereiche „Innovationsmanagement“, „Entwicklungsmanagement“ und „Digitale und Virtuelle Produktentstehung“. Das Labor wird mit innovativer Hardware, wie Virtual und Augmented Reality Brillen, Multitouch-Tischen, Lean Production-Arbeitsplätzen sowie mit moderner Produktentwicklungs-Software ausgestattet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Ausstattung des Labors nun mit 477.000 Euro. In der Fachgruppe für Produktentstehung von Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler entsteht so eine einzigartige Forschungsinfrastruktur. Neues Innovationslabor wird von Deutscher Forschungsgemeinschaft mit 477.000 Euro gefördert

Die Digitalisierung eröffnet Unternehmen immer neue Möglichkeiten, Produkte zu entwickeln. In einem „Innovationslabor“ des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn erforschen Wissenschaftler*innen künftig die Bereiche „Innovationsmanagement“, „Entwicklungsmanagement“ und „Digitale und Virtuelle Produktentstehung“. Das Labor wird mit innovativer Hardware, wie Virtual und Augmented Reality Brillen, Multitouch-Tischen, Lean Production-Arbeitsplätzen sowie mit moderner Produktentwicklungs-Software ausgestattet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Ausstattung des Labors nun mit 477.000 Euro. In der Fachgruppe für Produktentstehung von Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler entsteht so eine einzigartige Forschungsinfrastruktur.

In Kombination mit dem bereits etablierten „Smart Automation Laboratory“ wird das Team von Gräßler künftig in der Lage sein, den gesamten Produktentstehungsprozess für die experimentelle Forschung abzubilden. Im Smart Automation Laboratory erforschen die Wissenschaftler*innen bereits die Bereiche „Automatisierung“, „Arbeit 4.0“ und das Zusammenspiel von dezentral agierenden Produktions- und Logistiksystemen. „Ein Schwerpunkt ist für uns die Frage, wie die Digitalisierung die Produktentwicklung zukünftig verändern wird. Wie können beispielsweise Künstliche Intelligenz und Virtual Reality die Ingenieure der Zukunft noch besser unterstützen?“, erläutert Iris Gräßler und freut sich auf die neuen Möglichkeiten, die das „Innovationslabor“ künftig ihrer Grundlagenforschung und angewandten Forschung bietet.

Virtuelle und physische Produktprototypen verbinden und gemeinsam nutzen

Durch die flexible und modulare Struktur des Innovationslabors kann das Team von Iris Gräßler künftig Prüfstände situations- und themenabhängig konfigurieren. Die vielseitige Ausstattung des Labors ermöglicht es außerdem, eine große Themenbandbreite zu erforschen.

Eine Herausforderung für die Forscher*innen: Wissensintensive Prozesse in den frühen Phasen der Produktentstehung sollen für Ingenieure nachvollziehbar gemacht werden. Ein Beispiel ist die vernetzte Nutzung von virtuellen und physischen Produktprototypen. Auf der einen Seite bietet Software heute umfangreiche Möglichkeiten, Entwürfe intelligenter technischer Systeme, also mechatronischer und cyber-physischer Systeme, virtuell darzustellen. Auf der anderen Seite schätzen es Ingenieure und künftige Nutzer, Prototypen auch physisch greifen und betrachten zu können. Dabei ist erfolgsentscheidend, dass virtuelle und physische Prototypen effizient gekoppelt werden. Hierfür verankern die Wissenschaftler Schnittstellen und die Implementierung notwendiger Informationen zwischen unterschiedlichen Formen des Prototypings.

Simon Ratmann, Stabsstelle Presse und Kommunikation, und Katharina Stemmer, Heinz Nixdorf Institut

 

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news-9960 Tue, 17 Sep 2019 10:56:36 +0200 Neues Forschungsgebäude eingeweiht https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/neues-forschungsgebaeude-eingeweiht/ Die Universität Paderborn wächst weiter: Am Donnerstag, 12. September, wurde das neue Forschungsgebäude des „Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen (ILH)“ mit einem Festakt offiziell eingeweiht. Im Gebäude „Y“ arbeiten Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen der Natur- und Ingenieurwissenschaften in 11 Arbeitsgruppen zusammen und betreiben erstmals auf einer gemeinsamen Laborfläche anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu hybridem Leichtbau und additiver Fertigung. Interdisziplinäre Grundlagenforschung zu hybridem Leichtbau

Die Universität Paderborn wächst weiter: Am Donnerstag, 12. September, wurde das neue Forschungsgebäude des „Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen (ILH)“ mit einem Festakt offiziell eingeweiht. Im Gebäude „Y“ arbeiten Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Fachrichtungen der Natur- und Ingenieurwissenschaften in 11 Arbeitsgruppen zusammen und betreiben erstmals auf einer gemeinsamen Laborfläche anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu hybridem Leichtbau und additiver Fertigung.

Das Gebäude „Y“ befindet sich auf dem Gelände zwischen Südring und Mersinweg. Baubeginn war im Juli 2017, die Fertigstellung erfolgte Anfang 2019. Die Baukosten beliefen sich auf circa 18 Millionen Euro. In dem neuen Forschungsbau entstanden auf einer Nutzfläche von rund 5.730 Quadratmetern eine Technikhalle, Labore, Büros und Besprechungsräume. Die zeitgemäße und fachgerechte Ausstattung ermöglicht interdisziplinäre Forschung zu Leichtbau mit Hybridsystemen, einem der fünf Profilbereiche der Universität Paderborn.

„Unsere Partner aus Politik und Wirtschaft haben großen Anteil daran, dass wir dieses Forschungsgebäude realisieren konnten. Unser Profilbereich Leichtbau mit Hybridsystemen und unsere interdisziplinäre Grundlagenforschung werden durch dieses tolle Gebäude gestärkt“, betonte Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, bei ihrer Eröffnungsrede. Paderborns Bürgermeister Michael Dreier ergänzte: „Das Gebäude schafft hervorragende Rahmenbedingungen für die Wissenschaftler und sendet ein klares Zeichen, dass es an der Universität Paderborn weiter vorangeht.“ Ralf Göttel, CEO der BENTELER Gruppe, unterstrich: „Die strategischen Partner in unserem umfassenden Netzwerk ergänzen unsere eigenen Kompetenzen. Dies gilt auch für unsere Kooperation mit der Universität Paderborn, die bereits seit über 15 Jahren besteht. So stärken wir Paderborn als Forschungsstandort und tragen dazu bei, ein hohes Ausbildungsniveau zu sichern.“ Neben zahlreichen weiteren Industriepartnern sind es insbesondere BENTELER und die DMG MORI AG, die sich im Gebäude „Y“ mit Projekten engagieren werden.

Dem Festakt vorausgegangen waren ein wissenschaftliches Symposium über Leichtbau und ein Industriekolloquium, an dem unter anderem Dr. Masahiko Mori, Aufsichtsratsvorsitzender der DMG MORI AG, teilnahm und das von Christian Thönes, Vorstandsvorsitzender der DMG MORI AG, eröffnet wurde. Thönes: „Additive Manunfacturing ist alternativlos. Wir sind überzeugt von der intensiven Partnerschaft mit der Universität Paderborn und dem Zugang zu hochqualifizierten Nachwuchstalenten. Vor allem aber profitieren wir gegenseitig von unseren Forschungsergebnissen im Bereich Vor-, Material- und Serienentwicklung.“

Parallel zum Symposium und dem Kolloquium gab es eine Ausstellung, bei der sich Unternehmen mit Maschinen, Karosserie- und Hybridbauteilen sowie innovativen Werkstoffen präsentierten. In einer „Start-up Area“ stellten junge Selbstständige ihre Gründungsideen vor.

Mit Hybridsystemen lassen sich Kosten und Energie einsparen

„Die Entwicklung neuer Werkstoffe und Fertigungstechnologien für leichtere Bauteile und Strukturen wird weltweit erforscht. Das neue Forschungsgebäude ermöglicht es uns, dazu einen bedeutenden Beitrag zu leisten“, unterstreicht Prof. Dr. Thomas Tröster, Vorstandsvorsitzender des ILH. Hybridsysteme haben großes Potenzial für einen ganzheitlichen Leichtbauansatz und ermöglichen erhebliche Energie- und Kosteneinsparungen. Die Systeme entstehen aus einer Kombination von artverschiedenen Materialien innerhalb eines Bauteils – so etwa Metallen oder faserverstärkten Kunststoffen. Das ermöglicht eine optimale Belastungsanpassung und damit extrem leichte Baukomponenten. Neben der dadurch bewirkten hohen Ressourceneffizienz können zusätzliche Eigenschaften wie etwa eine hohe Korrosionsbeständigkeit gewährleistet werden.

Da für die Erforschung und Entwicklung von Hybridsystemen vielfältige Kompetenzen in den Bereichen Werkstoffe, Oberflächen und Fertigungstechnologien benötigt werden, verfolgt das ILH einen interdisziplinären Ansatz: Das Forschungsgebäude vereint verschiedene Lehrstühle und Fachgebiete, wie Werkstoffwissenschaften, Produktions- und Fügetechnik, Chemie und Physik, und ermöglicht dadurch eine neue Art der interdisziplinären Zusammenarbeit.

Über das „Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen“ (ILH)

Das ILH wurde im Herbst 2012 gegründet und befasst sich mit Hybridbauweisen, die einen kostengünstigen und großserientauglichen Extremleichtbau ermöglichen. Am Institut schlossen sich 11 Arbeitsgruppen aus verschiedenen Fachrichtungen der Natur- und Ingenieurwissenschaften zusammen, um interdisziplinär anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu betreiben. Die Universität Paderborn bündelt in dieser zentralen wissenschaftlichen Einheit die Kompetenzen mehrerer Fakultäten.

Simon Ratmann, Stabsstelle Presse und Kommunikation

Webseite des ILH: ilh.uni-paderborn.de

Über die fünf Profilbereiche der Universität Paderborn: www.uni-paderborn.de/forschung/forschung-im-profil

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news-9954 Wed, 11 Sep 2019 10:08:51 +0200 Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler als Beiratsmitglied der Design Society berufen https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/prof-dr-ing-iris-graessler-als-beiratsmitglied-der-design-society-berufen/ Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler, Inhaberin des Lehrstuhls für Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, wurde kürzlich als Beiratsmitglied der Design Society berufen. Die Wahl dazu fand im Rahmen der an der niederländischen TU Delft ausgerichteten „International Conference in Engineering Design“ (ICED) statt. Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler, Inhaberin des Lehrstuhls für Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn, wurde kürzlich als Beiratsmitglied der Design Society berufen. Die Wahl dazu fand im Rahmen der an der niederländischen TU Delft ausgerichteten „International Conference in Engineering Design“ (ICED) statt.

Die Design Society ist eine internationale Vereinigung von Vertretern aus Forschung, Praxis und Lehre. Als weltweit agierende gemeinnützige Gesellschaft hat sie es sich zum Ziel gesetzt, die Entwicklung und Verbreitung technischer Designs und der dazugehörigen Themenspektren durch die Ausrichtung von nationalen und internationalen Konferenzen und Workshops, durch die Organisation studentischer Events, aber auch durch die Veröffentlichung von Publikationen zukunftsweisend voranzutreiben.

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news-9952 Tue, 10 Sep 2019 15:39:26 +0200 Rennsport für Sponsoren und Interessierte: Jährliches Sponsorenevent des UPBracing Teams am 27. September https://mb.uni-paderborn.de/nachricht/news/rennsport-fuer-sponsoren-und-interessierte-jaehrliches-sponsorenevent-des-upbracing-teams-am-27-sept/ Am Freitag, 27. September, lädt das UPBracing Team der Universität Paderborn um 18 Uhr alle Interessierten und Rennsportbegeisterten zum jährlichen Sponsorenvent auf den Flugplatz Haxterberg ein. Der Eintritt für das Event ist frei. Auch für Essen sowie warme und kalte Getränke ist gesorgt. Am Freitag, 27. September, lädt das UPBracing Team der Universität Paderborn um 18 Uhr alle Interessierten und Rennsportbegeisterten zum jährlichen Sponsorenvent auf den Flugplatz Haxterberg ein. Der Eintritt für das Event ist frei. Auch für Essen sowie warme und kalte Getränke ist gesorgt.

Das Team aus rund 70 Studierenden aller Fachrichtungen baut und entwickelt seit 2007 jedes Jahr einen neuen Rennwagen. Mit diesem geht es dann nach Silverstone, Spielberg oder an den Hockenheimring zu den Events der Formula Student. Bei diesem Konstruktionswettbewerb tritt das Team aus Paderborn gegen andere Universitäten aus aller Welt an. Geprüft wird nicht nur die Fahrperformance des Autos, sondern auch das fiktive Vermarktungskonzept und die Kostenkalkulation.

Mit dem Sponsorenevent möchten sich die Studierenden bei allen Sponsoren und Unterstützern bedanken, die in der vergangenen Saison an der Seite des Teams den Bau des neuen Rennwagens, des PX219, möglich gemacht haben. Eingeladen sind aber auch alle, die sich für das Projekt interessieren und die Autos der letzten Jahre auf der Start- und Landebahn des Flugplatzes in Aktion erleben wollen. Ab 18.30 Uhr gibt der erste Vorsitzende Kacper Ratajczak eine kurze Übersicht über die vergangene ereignisreiche Saison und die neuen Projekte des Teams. So ist im nächsten Jahr der Bau eines E-Auto-Prototyps geplant sowie die Umrüstung eines Verbrenners der letzten Jahre auf autonomes Fahren. Im Anschluss findet das Showfahren statt.

Fragen zum Event beantwortet Maureen Fritzsche:
maureen.fritzsche(at)formulastudent.upb(dot)de

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