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Das Direct Manufacturing Research Center (DMRC)

Das Direct Manufacturing Research Center beschäftigt sich mit additiven Fertigungsverfahren (AM) - eine bedeutende Zukunftstechnologie. Die wesentlichen Vorteile sind reduzierte Produktions- und Prozesskosten, kürzere Durchlaufzeiten, Realisierung von komplexere Bauteilgeometrien oder die nachfrageorientierte, zeitnahe Produktion von Bau- und Ersatzteilen. Die Einführung von AM-Technologien wird eine Revolution im Bereich Konstruktion und Design hervorrufen, da künftig nicht mehr die Möglichkeiten der Fertigung, sondern die Erfordernisse der Anwendung im Mittelpunkt stehen werden.

Das Konsortium des DMRC an der Universität Paderborn besteht aus den 15 Firmen Blue Production GmbH, The Boeing Company, Wilhelm Eisenhuth GmbH, EOS GmbH Electro Optical Systems, Evonik Industries AG, H&H Gesellschaft für Engineering und Prototypenbau GmbH, Janson & Even GmbH, The Lego Group, Liebherr-Aerospace GmbH, PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG, REMBE GMBH SAFETY + CONTROL, Siemens AG, SLM Solutions GmbH, Stratasys Inc. und Stükerjürgen Aerospace Composites GmbH.

Die Mitglieder haben alle das gemeinsame Interesse, die neuen Fertigungsverfahren zu echten Produktionsverfahren, dem sogenannten Direct Manufacturing, weiterzuentwickeln. Diese Verfahren unterscheiden sich zu den herkömmlichen Verfahren dahingehend, dass hier Schicht für Schicht Material aufgetragen wird, so dass ein Bauteil durch Materialhinzufügen entsteht. Das Besondere an der Konstellation an der Universität Paderborn ist, dass sich das Land NRW bereit erklärt hat, bis zu 5.5 Millionen € zu investieren - wenn die Industriepartner einen ebenso hohen – projektgebundenen – Beitrag leisten. Somit stehen dem DMRC bis 2016 bis zu 11 Millionen € zur Verfügung, um Projekte durchzuführen, welche die gesamte Kette von der Forschung bis zum fertigen Produkt abbilden.

Mittlerweile forschen 11 Professoren und 25 wissenschaftliche Mitarbeiter interdisziplinär in Projekten, die technologisch, prozessübergreifend, grundlagenorientiert aber ebenso auch anwendungs- und ebenso industrienah sind. Die sich in Bearbeitung befindenden Forschungsthemen teilen sich in technologiespezifische Grundlagenforschung und in übergreifende Themen auf.

In den Projekten geht es im Speziellen um die drei im DMRC verfügbaren additiven Fertigungsverfahren wie Lasersintern, Laserschmelzen und Fused Deposition Modeling. Zu einer erfolgreichen Anwendung und dem Nutzen der Möglichkeiten sind diese Kenntnisse, die sich verständlicherweise von den bisherigen „konventionellen“ Prinzipien unterscheiden, unabdingbar. Es eröffnen sich komplett neue Möglichkeiten, die der Konstrukteur kennen muss und dann nutzen kann. Daher werden am DMRC explizite Konstruktionsrichtlinien für die neuen Verfahren erarbeitet. Auch der Aufbau eines Qualitätsmanagement Systems gehört zu den Themen. Neben den neuen technischen Möglichkeiten, führt ebenso die Kenntnis der Kosten zum Erfolg der Verfahren – hierzu findet eine detaillierte Analyse statt. Um bereits frühzeitig die Erfolgspotentiale für das Geschäft von morgen zu erkennen und gemeinsam mit den Partnern zu erschließen, wird eine Studie zur Zukunft erarbeitet. Auf Basis der identifizierten Erfolgspotentiale und einer Analyse der Forschungslandschaft werden konsistente Strategien für Forschungsinstitute im Bereich des Direct Manufacturing entwickelt.

Diese Konstellation ermöglicht eine effektive Nutzung der Kompetenzen, Ressourcen der Universität Paderborn, des Landes NRW und der Industriepartner und führt für alle Beteiligten zu wissenschaftlichem, technischem und wirtschaftlichem Nutzen.

Die Universität der Informationsgesellschaft