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DIN 2304-1 — Qualitätsanforderungen an Klebprozesse sind genormt

Der DIN-Arbeitsausschuss NA 092‑00‑28 AA „Klebtechnik“ des Normenausschuss „Schweißen und verwandte Verfahren“ (www.nas.din.de) des DIN e.V. in Berlin hat unter der Leitung des Obmanns Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut hat DIN 2304-1 erarbeitet.

Diese Norm legt fest:

·         die vorzuhaltende Infrastruktur

·         das klebtechnische Personal

·         den Entwicklungsprozess und der konstruktiven Gestaltung

·         die Prozessplanung

·         die Fertigung

·         die Lagerung und Logistik

·         die Nacharbeit, Reparatur und Instandsetzung

Basierend auf dem Kerngedanken der DIN EN ISO 9001 des „beherrschten Prozesses für eine Null-Fehler-Produktion“, konkretisiert ab Februar 2016 erstmalig die DIN 2304-1: „Klebtechnik – Qualitätsanforderungen an Klebprozesse – Teil 1: Prozesskette Kleben“  national diesen Ansatz für die Klebtechnik.

Aus der Sicht der Fügetechnik sowie der DIN EN ISO 9001 ist Kleben ein „Spezieller Prozess“, da die zerstörungsfreie Prüfung (ZfP als Forderung eines Qualitätsmanagement-Systems) kein 100%-iges Ergebnis für eine fehlerfreie Klebverbindung liefert. Beispielsweise können jederzeit Prozess- und Verarbeitungsfehler auftreten und diese unter Umständen erst bei Gebrauch erkannt werden.

Hier genau setzt die neue DIN 2304-1 an, indem sie die DIN EN ISO 9001 hinsichtlich der technologiespezifischen Besonderheiten konkretisiert und somit organisatorische Unwägbarkeiten verhindert.

Folgende Punkte werden dabei berücksichtigt:

1.    Klassifizierung der Klebungen nach Sicherheitsanforderungen entsprechend Tabelle 1. Die Basis bildet zukünftig die Einteilung in 4 Sicherheitsklassen von S1 „Hohe Sicherheits­anforderungen“ bis S4 „Keine Sicherheitsanforderungen“. 

2.    Klebaufsichtspersonal (KAP)

3.    Nachweisführung

4.    zukünftig Betriebszertifizierung für S1 und S2 Klebungen (außerhalb des Geltungsbereiches der DIN 2304-1, insbesondere für den geregelten Bereich)

Mit dieser Norm wird Herstellern, Anwendern sowie Prüf-, Zertifizierungs- und Ausbildungseinrichtungen ein richtungsweisendes anerkanntes Regelwerk für die Klebtechnik zur Verfügung gestellt. In Ergänzung zur DIN 2304-1 wird zeitgleich am Folgeprojekt DIN SPEC 2305, zur Festlegung qualitativer Anforderungen für das Kleben von Faserverbundkunststoffen gearbeitet.

Ergänzende Informationen, Hinweise sowie Auskunft zu diesen und weiteren fügetechnischen Normungsthemen erhalten Sie auf der Internetseite des Normenausschusses „Schweißen und verwandte Verfahren“ (http://www.nas.din.de) sowie von der NAS-Geschäftsstelle (Herr Dietmar Schwark, Projektmanager, Tel. 030/2601-2468, dietmar.schwark(at)din(dot)de).

Die Universität der Informationsgesellschaft